# Berufsbild (Deutschland) — Zytologieassistent/in > **Quelle:** BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit — Beruf-ID 9015, > KldB 2010: B 81212 · via öffentliche BERUFENET-API, > abgerufen 2026-07-12. Automatisches Label-Matching > (Score 1.00); Inhalte paraphrasiert/gekürzt, Volltext beim > Original: https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/9015 ## Steckbrief Berufstyp Ausbildungsberuf Ausbildungsart Schulische Ausbildung an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen (intern geregelt) Ausbildungsdauer 16-24 Monate (Vollzeit) Lernorte Bildungseinrichtung und Praktikumsbetrieb Was macht man in diesem Beruf?Zytologieassistenten und -assistentinnen untersuchen Zellproben, Körperflüssigkeiten und Körpersekrete auf Anzeichen bösartiger Zellveränderungen. Für mikroskopische Untersuchungen spalten sie z.B. Sekrete in einzelne Bestandteile oder schneiden Gewebeproben mit Skalpellen in feine Scheiben. Sie färben das Zellmaterial ein und bringen es auf kleine Glasplatten, die Objektträger, auf. Bei der mikroskopischen Untersuchung der Präparate suchen sie unter Vergrößerung Auffälligkeiten im Zellbild. Die Untersuchungsergebnisse dokumentieren sie und leiten diese weiter. Darüber hinaus führen sie verwaltende Tätigkeiten durch, etwa Katalogisierungen. Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Zytologieassistenten und -assistentinnen finden Beschäftigung in zytologischen Labors von Kliniken oder Frauenarztpraxen in eigenständigen medizinischen Labors oder in Forschungsinstituten in der öffentlichen Verwaltung, z.B. in Gesundheitsämtern Arbeitsorte:Zy ## Die Ausbildung im Überblick Zytologieassistent/in ist eine schulische Ausbildung, die durch interne Vorschriften der Lehrgangsträger geregelt ist. Sie dauert in Vollzeit 16-24 Monate. ## Ausbildungsinhalte Während des theoretischen und praktischen Unterrichts erwirbt man beispielsweise folgende Kenntnisse:Zytologie des weiblichen Genitals (z.B. normales und verändertes Zellbild des Muttermundbereichs, Kriterien der krebsigen Zelle) Zytologie anderer Organe (z.B. Zellen der weiblichen Brust, der Schilddrüse, der Prostata, Sekrete aus den Atemwegen, Harn, Blut) Mikroskopieren Lehre von Aufbau und Struktur des menschlichen beziehungsweise tierischen Körpers " name="Anatomie">Anatomie Biologie Chemie Medizinisches Fachgebiet; befasst sich mit Beschaffenheit, abweichenden Funktionen und Erkrankungen des Blutes und der blutbildenden Organe " name="Hämatologie">Hämatologie Krankheitslehre Laborkunde Wissenschaft von Mikroorganismen (z.B. Bakterien, Pilze, Viren); medizinische Mikrobiologie untersucht deren Einfluss auf den Menschen " name="Mikrobiologie">Mikrobiologie EDV-Unterricht Berufskunde Kommunikation PraktikumWährend des Berufspraktikums arbeiten die angehenden Zytologieassistenten und -assistentinnen in einem zytologischen Labor (Medizinisches Fachgebiet der Frauenheilkunde und Geburtshilfe " name="Gynäkologie">Gynäkologie, Lehre von den Krankheiten, insbesondere ihrer Entstehung und den durch sie hervorgerufenen organisch-anatomischen Veränderungen " name="Pathologie">Pathologie, Krankenhaus) mit. ## Lernorte Zytologieassistenten und -assistentinnen werden in schulischer Form ausgebildet. Lernorte sind Unterrichtsräume an der Zytologieschule, einschließlich Fachräume z.B. zum Mikroskopieren im Berufspraktikum: z.B. Zytologielabors, Arztpraxen, Hochschulkliniken ## Ausbildungssituation Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen: Theoretischer Unterricht:UnterrichtszeitUnterricht an mindestens vier Wochentagen Lernformi.d.R. Präsenzveranstaltungen: Teilnahme am Unterricht an der Bildungseinrichtung zusammen mit anderen angehenden Zytologieassistenten und -assistentinnen (ggf. nicht am Wohnort), Aufarbeitung der Inhalte zu Hause Praktische Übungen/Praktikum:praktische Mitarbeit (unter Anleitung), z.B. in Zytologielabors, Arztpraxen oder an Hochschulkliniken Anforderungen: Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim mikroskopischen Untersuchen von Zellproben oder Einfärben der Objektträger) Sorgfalt (z.B. beim Schneiden von Gewebeproben mit dem Skalpell in feine Scheiben) Beobachtungsgenauigkeit und Aufmerksamkeit (z.B. Beobachten von Versuchsabläufen und Erkennen von minimalen Zellveränderungen) Verantwortungsbewusstsein (z.B. genaues, fehlerfreies Durchführen der Laboranalyse als Grundlage für eine ärztliche Diagnose) Verschwiegenheit (z.B. Stillschweigen über persönliche und medizinische Patientendaten wahren) ## Wichtige Schulfächer Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung: Chemie: z.B. um Zell- und Körperflüssigkeitsproben zu analysieren Physik: z.B. um Messverfahren wie Elektrolytmessungen zu verstehen Biologie: z.B. um biologische Prozesse wie Zellstoffwechsel nachzuvollziehen Mathematik: z.B. um prozentuale Zusammensetzungen chemischer Verbindungen zu berechnen Deutsch: z.B. um Präparateakten zu führen ## Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Bildungseinrichtungen legen eigene Zugangskriterien fest. In der Regel wird ein auch: Realschulabschluss, Mittlerer Schulabschluss (an der Mittelschule), Mittlere Reife, Fachoberschulreife, Sekundarabschluss I - Realschulabschluss, Qualifizierter Sekundarabschluss I, Mittlerer Abschluss Schulabschluss, der mit Abschluss der 10. Klasse z.B. an einer Realschule (plus), Sekundarschule oder Regelschule erworben wird (die Regelungen zum Erwerb können sich je nach Bundesland untetscheiden); berechtigt zum Besuch weiterführender allgemeinbildender oder beruflicher Schulen; ein nachträglicher Erwerb ist an der Abendschule möglich " name="Mittlerer Bildungsabschluss">mittlerer Bildungsabschluss oder eine abgeschlossene Ausbildung in einem medizinischen Beruf vorausgesetzt. Ein Nachweis über den Masernschutz ist für die praktische Ausbildung in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen nötig. Darüber hinaus können Einrichtungen weitere Schutzimpfungen (z.B. gegen Hepatitis A und B) bzw. entsprechende Immunitätsnachweise verlangen.