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2026-08-14 16:45:59 +02:00

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Berufsbild (Deutschland) — Aktuar/in

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit — Beruf-ID 100520, KldB 2010: B 41184 · via öffentliche BERUFENET-API, abgerufen 2026-07-12. Automatisches Label-Matching (Score 1.00); Inhalte paraphrasiert/gekürzt, Volltext beim Original: https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/100520

Steckbrief

Berufstyp Studienberuf (plus Weiterbildung) Weiterbildungsart Weiterbildung nach Richtlinien der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. Weiterbildungsdauer 2,5 Jahre Aufgaben und TätigkeitenAktuare und Aktuarinnen bewerten Risiken für Versicherungen mit Hilfe von mathematischen Verfahren. Sie berechnen Prämien und Tarife und wie viel Geld für mögliche Schadensfälle zurückgelegt werden muss. Dabei achten sie auf die finanzielle Situation des Unternehmens und auf Möglichkeiten zur Rückversicherung. Sie sind an der Entwicklung neuer Versicherungsprodukte beteiligt und bewerten Kapitalanlagen und Verbindlichkeiten des Unternehmens. Im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge beraten sie zu verschiedenen Modellen und berechnen, wie viel Geld für spätere Rentenzahlungen benötigt wird. Im Bausparwesen analysieren sie das Verhalten von Kundinnen und Kunden und entwickeln passende Sparmodelle. Wenn sie bei Behörden arbeiten, überprüfen sie, ob Versicherungsunternehmen alle Regeln einhalten. Arbeitsbereiche und -orteBeschäftigungsbetriebe:Aktuare und Aktuarinnen finden Beschäftigung in erster Linie in Versicherungsgesellschaften

bei Banken und Kreditinstituten

in der Unternehmensberatung

bei Mi

Die Weiterbildung im Überblick

Aktuar/in ist eine berufliche Gesamter Bereich der beruflichen Weiterbildung (Anpassungs- und Aufstiegsweiterbildungen); schließt auch die im Berufsbildungsgesetz bzw. der Handwerksordnung als "Fortbildung" bezeichneten Aufstiegsfortbildungen ein " name="Weiterbildung">Weiterbildung an der Deutschen Aktuar-Akademie (DAA). Sie dauert i.d.R. 2,5 Jahre. Die Weiterbildung und Abschlussprüfung sind durch Richtlinien der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. (DAV) geregelt.

Entwicklung der Weiterbildung

2018:Neue Prüfungsordnung; Weiterbildung berücksichtigt u.a. die zunehmende Digitalisierung und die neuen Herausforderungen des Risikomanagements 2021:Neue Prüfungsordnung; Flexibilisierung und Modularisierung des Ausbildungs- und Prüfungssystems 2023:Neue Prüfungsordnung; Verkürzung der Ausbildungszeit

Weiterbildungsinhalte

Aktuarielles Grundwissen (Pflichtfächer)Wirtschaftliches und rechtliches Umfeld (z.B. Sozialversicherung, Versicherungs- und Finanzmarktprodukte, Makroökonomik, Betriebswirtschaft)

Angewandte Teilgebiet der Mathematik, das Bereiche der Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik umfasst; beschäftigt sich mit der Beschreibung und Untersuchung von Zufallsexperimenten sowie mit zeitlichen Entwicklungen und räumlichen Strukturen, die vom Zufall beeinflusst werden " name="Stochastik">Stochastik (z.B. stochastische Prozesse, induktive Statistik, Lebensdauermodelle, Zeitreihenanalysen)

Finanzmathematik und Risikobewertung (z.B. Zahlungsströme, Bewertung, Risikomaße, Portfoliooptimierung)

Versicherungsmathematik (z.B. Schadensversicherungs-, Lebensversicherungs-, Krankenversicherungsmathematik)

Modellierung und Enterprise Risk Management (z.B. Modellanalyse, Bewertung und Steuerung von Risiken, europäische Aufsichtskonzepte)

Unternehmenssteuerung (z.B. strategische Unternehmenssteuerung, externe Rechnungslegung)

Professionalität und Kommunikation (z.B. berufsständische Regeln und Prinzipien)

Spezialwissen (Wahlpflichtfächer)Eine der folgenden Spezialisierungen (gemäß Berufspraxis): Actuarial Data Science

Bausparen

Enterprise Risk Management

Investment und Finanzmathematik

Krankenversicherung

Lebensversicherung

Pensionen

Rechnungslegung

Schadenversicherung

Weiterbildungsaufbau

Stundenverteilung (beispielhaft)Grundprinzipien der Versicherungs- und Finanzmathematik: 2 Semesterwochenstunden

Finanzmathematik und Investmentmanagement: 2 Semesterwochenstunden

Statistische Methoden/Risikotheorie: 3 Semesterwochenstunden

Personenversicherungsmathematik: 6 Semesterwochenstunden

Schadenversicherungsmathematik: 4 Semesterwochenstunden

Modellierung: 2 Semesterwochenstunden

Informationsverarbeitung: 1 Semesterwochenstunden

Versicherungswirtschaftslehre: 3 Semesterwochenstunden

Rechnungslegung für Aktuare: 2 Semesterwochenstunden

Wertorientiertes Risikomanagement: 2 Semesterwochenstunden

Rechtsgrundlagen: 2 Semesterwochenstunden

Berufsständische Fragen: 1 Seminartag

Gesamtwochenstunden: 29 Semesterwochenstunden plus 1 Seminartag

Lernorte

Die Weiterbildung findet an der Deutschen Aktuar Akademie (DAA) bzw. einer kooperierenden Einrichtung statt. Lernorte sind bei Präsenzveranstaltungen: Schulungsräume

bei Lernformen, bei denen die Wissensvermittlung ausschließlich über digitale Medien, z.B. elektronische Lernplattformen und -systeme, erfolgt; dazu gehören beispielsweise Online-Seminare oder Echtzeit-Unterricht im virtuellen Klassenzimmern " name="Digitale Lernformen">digitalen Lernformen (z.B. virtuelles Klassenzimmer): zu Hause, ggf. Schulungsräume bei Präsenzphasen

bei Lernformen, bei denen die Vorteile von klassischem Präsenzunterricht und digitaler Lehre miteinander kombiniert werden; dazu gehört beispielsweise das sog. Blended Learning deutsch: "vermischtes Lernen"), das sich aus Präsenzphasen und medienbasierten Selbstlernphasen zusammensetzt " name="Kombinierte Lernformen">kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Schulungsräume bei Präsenzveranstaltungen, zu Hause bei Online-Lerneinheiten

Weiterbildungssituation

Die Weiterbildung besteht aus theoretischem Unterricht und praktischen Übungen. Auf folgende Bedingungen sollte man sich einstellen: Unterrichtszeiti.d.R. berufsbegleitende Weiterbildung am Wochenende oder am Abend

Lernform bei Präsenzveranstaltungen: Unterricht im Klassenverband an der Bildungseinrichtung (ggf. nicht am Wohnort)

bei Lernformen, bei denen die Wissensvermittlung ausschließlich über digitale Medien, z.B. elektronische Lernplattformen und -systeme, erfolgt; dazu gehören beispielsweise Online-Seminare oder Echtzeit-Unterricht im virtuellen Klassenzimmern " name="Digitale Lernformen">digitalen Lernformen (z.B. virtuelles Klassenzimmer): ausschließliches Lernen über elektronische Lernplattformen und -systeme (vorwiegend im Klassenverband von zu Hause aus)

bei Lernformen, bei denen die Vorteile von klassischem Präsenzunterricht und digitaler Lehre miteinander kombiniert werden; dazu gehört beispielsweise das sog. Blended Learning deutsch: "vermischtes Lernen"), das sich aus Präsenzphasen und medienbasierten Selbstlernphasen zusammensetzt " name="Kombinierte Lernformen">kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Schulungsräume bei Präsenzveranstaltungen, zu Hause bei Online-Lerneinheiten