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2026-08-14 16:46:18 +02:00

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Berufsbild (Deutschland) — Biometriker/in

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit — Beruf-ID 9749, KldB 2010: B 41114 · via öffentliche BERUFENET-API, abgerufen 2026-07-12. Automatisches Label-Matching (Score 1.00); Inhalte paraphrasiert/gekürzt, Volltext beim Original: https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/9749

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Biometriker bzw. Biometrikerinnen arbeiten in verschiedenen Bereichen. In der pharmazeutischen Forschung wirken sie an der Arzneimittelprüfung oder klinischen Studien mit, entwickeln Prüfpläne, bestimmen Stichprobenumfänge, erheben Daten aus Fragebögen und kontrollieren deren Qualität, werten sie aus und erstellen Studienberichte. Sie beraten zu statistischen Fragen z.B. auch für Publikationen in Fachzeitschriften oder entwickeln biometrische Verfahren zur Erkennung von Personen auf Basis persönlicher Merkmale wie Stimme, Gesicht oder Fingerabdruck. In der Forschung veröffentlichen sie Forschungsergebnisse, führen Lehrveranstaltungen durch und nehmen Prüfungen ab.

Tätigkeitsbezeichnungen

Biometriker/in

Auch übliche Berufsbezeichnung/SynonymBiostatistiker/in

Die Tätigkeit im Überblick

Biometriker bzw. Biometrikerinnen erfassen Daten, werten sie aus, bereiten sie auf oder entwickeln bzw. optimieren Erkennungsverfahren und -systeme aufgrund individueller biometrischer Charakteristika, z.B. Fingerabdruck, Ohrform, Retina.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Biometriker/innen erfassen Daten, z.B. bei klinischen Studien, werten sie aus und bereiten sie auf oder entwickeln bzw. optimieren Erkennungsverfahren und -systeme aufgrund individueller biometrischer Charakteristika, z.B. Fingerabdruck, Ohrform, Retina. Biometrische StatistikDie Biometrie verbindet Inhalte der Mathematik, Statistik, Biologie und Medizin. In der pharmazeutischen Industrie planen Biometriker/innen z.B. Studien zum Test neuer Medikamente, führen sie durch und werten sie aus. Sie holen die entsprechenden Genehmigungen ein, bestimmen Umfang und Dauer der Studien und wählen ggf. Testpersonen aus. Für die Datenerhebung erstellen sie z.B. Fragebögen oder entsprechende statistische Programme. Sie prüfen Rückläufe auf ihre Aussagefähigkeit, werten die Daten aus und bereiten sie für ihre Auftraggeber auf. Ihre Fachkenntnisse sind auch in anderen Bereichen gefragt: So führen sie z.B. für die Landwirtschaft Studien zur Futtermitteloptimierung durch oder zum Zusammenhang von Ertrag und Umweltbedingungen. Im Versicherungswesen befassen sie sich u.a. mit Risikoberechnungen und Prognosen z.B. zu Krankheitsrisiken bei bestimmten Bevölkerungsgruppen oder der Wahrscheinlichkeit von Unwetterschäden in bestimmten Regionen. Für Führungspositionen wird häufig ein Masterstudium vorausgesetzt. Biometrische ErkennungBiometrie ist auch die Vermessung des menschlichen Körpers anhand vereinfachter Modelle, die heutzutage von Computern, sogenannten biometrischen Systemen, übernommen wird. Die biometrische Erkennung bezieht auch individuelle Charakteristika wie den Fingerabdruck, die Form des Ohrs, die Stimme oder den Augenhintergrund (Retina) mit ein. Biometriker/innen wirken an der Entwicklung bzw. Optimierung von Systemen zur Personenidentifizierung mit. Das können z.B. Zutrittssysteme sein, aber auch Identitätsnachweise, wie etwa der Reisepass, der als biometrische Daten das elektronische Passfoto bzw. den elektronischen Fingerabdruck enthält. Wissenschaftliche Forschung und LehreAn Staatliche und staatlich anerkannte Bildungseinrichtung des tertiären Bereichs; dazu zählen forschungsorientierte Universitäten und gleichgestellte Hochschulen, z.B. Kirchliche und Philosophisch-Theologische Hochschulen; sie alle haben das Promotionsrecht; außerdem gibt es praxis- und anwendungsorientierte Fachhochschulen bzw. Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie Duale Hochschulen " name="Hochschule (HS)">Hochschulen und medizinischen Forschungsinstituten wirke

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

mit mathematischen und statistischen Modellen biometrische Daten erheben, z.B. klinische, tierexperimentelle, vergleichende Studien vorbereiten und durchführen, Daten bewerten, vergleichen und mithilfe entsprechender Software aufbereiten, interpretieren und darstellen (auch grafisch)

Methoden und Verfahren zur Datenerhebung, -analyse und -aufbereitung entwickeln, optimieren

mathematische Modelle und Simulationen entwickeln und anwenden, z.B. in der Lehre von Entstehung, Verbreitung und Bekämpfung von Krankheiten und Gesundheitsstörungen größerer Bevölkerungsgruppen (sog. Massenerkrankgungen); erforscht werden Ursachen, Risikofaktoren und Verläufe " name="Epidemiologie">Epidemiologie, um Ausbreitung sowie Bekämpfungsmöglichkeiten von Krankheiten zu simulieren

Statistik und Erkennunggeeignete Erhebungs- und Aufbereitungsverfahren auswählen, Erhebungsbereich abgrenzen

Fragebögen erarbeiten

statistische Hypothesen erstellen und testen (z.B. unbekannte Größen schätzen)

statistische Software entwickeln

Nutzung und Auswertung von Datenmengen mithilfe von Datenbanken optimieren

bei der Entwicklung biometrischer Erkennungssysteme mitwirken

Wissenschaft und Lehrean Forschungsvorhaben mitwirken und Berichte verfassen

Lehrveranstaltungen durchführen, ggf. Prüfungen abnehmen

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Lehrtätigkeit an HochschulenDozent/Dozentin an Hochschulen und Akademien

Studiengangkoordinator/Studiengangkoordinatorin

Verfahrens-, ProduktentwicklungLeiter/Leiterin in der Forschung und Entwicklung

Wissenschaftliche ForschungForschungsreferent/Forschungsreferentin

Leiter einer Forschungsgruppe/Leiterin einer Forschungsgruppe

Wissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Mitarbeiterin