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Berufsbild (Deutschland) — Informationselektroniker/in
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit — Beruf-ID 134721, KldB 2010: B 26312 · via öffentliche BERUFENET-API, abgerufen 2026-07-12. Automatisches Label-Matching (Score 1.00); Inhalte paraphrasiert/gekürzt, Volltext beim Original: https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/134721
Steckbrief
Berufstyp Anerkannter Ausbildungsberuf Ausbildungsart Duale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer 3,5 Jahre Lernorte Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung) Was macht man in diesem Beruf?Informationselektroniker/innen analysieren die Anforderungen ihrer Kunden z.B. an Telefon-, Sicherheits- oder gebäudetechnische Anlagen, Computerarbeitsplätze, Netzwerke oder Unterhaltungselektronik. Sie installieren Hard- und Softwarekomponenten, richten Programme, Zubehör und Netzwerke ein und passen ggf. die Software an. Außerdem weisen sie die Benutzer in die Bedienung der neuen Systeme ein. Sie warten Systeme und Anlagen und unterstützen ihre Kunden bei technischen Problemen. Beispielsweise gehen sie Störungen von Hard- oder Software auf den Grund oder reparieren TV-Geräte, Kameras, Satellitenanlagen oder Computer. Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Informationselektroniker/innen finden Beschäftigung in Betrieben des Informationstechnikerhandwerks
bei Herstellern von Bürosystemen, in Softwarehäusern
bei Rundfunkveranstaltern
Arbeitsorte:Informationselektroniker/innen arbeiten in erster Linie in Werkstätten
in den Räumlichkeiten v
Die Ausbildung im Überblick
Informationselektroniker/in ist ein 3,5-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk.
Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussbezeichnungInformationselektroniker/Informationselektronikerin
Entwicklung der Ausbildung
1940:Anerkennung des Berufs Büromaschinenmechaniker/in 1957:Anerkennung des Berufsbildes für das Radio- und Fernsehtechniker-Handwerk 1987:Ausbildungsordnungen nach dem Berufsbildungsgesetz für die Berufe Büroinformationselektroniker/in sowie Radio- und Fernsehtechniker/in treten in Kraft Aufhebung des Vorläuferberufs Büromaschinenmechaniker/in 1999:Anerkennung des Berufs Informationselektroniker/in Ausbildung in zwei Schwerpunkten (Bürosystemtechnik, Geräte- und Systemtechnik) Aufhebung der Vorläuferberufe Büroinformationselektroniker/in und Radio- und Fernsehtechniker/in 2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren. 2021:Neuordnung der Ausbildung; Integration von Inhalten des zum 1. August 2021 aufgehobenen Ausbildungsberufs Elektroniker/in der Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik. Die Abschluss- bzw. Gesellenprüfung wird nunmehr in zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen durchgeführt. Aufhebung des Vorläuferberufs Informationselektroniker/Informationselektronikerin (mit Schwerpunkten) 2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des Vermittlung von Ausbildungsinhalten ohne gleichzeitige Anwesenheit der Auszubildenden und der Ausbildenden; dazu werden digitale Informationstechniken sowie Lern- und Kommunikationsmittel genutzt; im Berufsbildungsgesetz (BBiG) bzw. in der Handwerksordnung (HWO) gesetzlich festgehalten " name="Digitales mobiles Ausbilden">digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.
Ausbildung im Ausland
Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.: Verschiedene europäische Länder Auslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" Dauer: mindestens 3 Wochen Zugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in
Zusatzqualifikationen
Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem auch: Realschulabschluss, Mittlerer Schulabschluss (an der Mittelschule), Mittlere Reife, Fachoberschulreife, Sekundarabschluss I - Realschulabschluss, Qualifizierter Sekundarabschluss I, Mittlerer Abschluss Schulabschluss, der mit Abschluss der 10. Klasse z.B. an einer Realschule (plus), Sekundarschule oder Regelschule erworben wird (die Regelungen zum Erwerb können sich je nach Bundesland untetscheiden); berechtigt zum Besuch weiterführender allgemeinbildender oder beruflicher Schulen; ein nachträglicher Erwerb ist an der Abendschule möglich " name="Mittlerer Bildungsabschluss">mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.: Europaassistent/in
Ausbildungsinhalte
Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie man Arbeitsschritte und Teilaufgaben plant, die Einhaltung von Terminen verfolgt und die Auftragsabwicklung mit den Beteiligten abstimmt
wie man Erwartungen und Bedarf von Kunden ermittelt, Kunden über Dienstleistungen und Produkte berät und über den Auftrag hinausgehende Leistungen anbietet
welche Maßnahmen zum Datenschutz es gibt, wie man sie in Systeme integriert und ihre Effizienz feststellt
Bestimmungen und Sicherheitsregeln bei der Arbeit an elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln zu beachten und ihre Wirksamkeit zu prüfen
wie man Datenübertragungs- und -verarbeitungsanlagen bestimmt, deren technische Standards ermittelt und zukunftssichere, lokale oder cloudbasierte Systemlösungen ausarbeitet
Messverfahren und -geräte anzuwenden, Messergebnisse zu bewerten und zu dokumentieren, systematische Fehlersuchen durchzuführen und Fehler zu beheben
wie man Geräte, Verteilungseinrichtungen, Leitungsführungssysteme auswählt und montiert sowie Versorgungs- und Datenübertragungsleitungen normgerecht verlegt
Informationstechnik (IT): Hardware- und Softwarekomponenten, die zu einem funktionierenden (vernetzten oder unvernetzten) Computersystem aufeinander abgestimmt und zusammenstellt sind " name="Konfiguration">Hard- und Softwarekonfigurationen, auch: Operating System Alle gespeicherten Programme, die Bedienung, Betrieb und Steuerung einer IT-Anlage ermöglichen und gewährleisten " name="Betriebssystem">Betriebssysteme und Komponenten kundenspezifisch auszuwählen, kundengerecht einzurichten und in Betrieb zu nehmen
wie man Software zur Steuerung von Systemen mittels Programmiersprache kundenspezifisch anpasst, Betriebssysteme installiert und in Betrieb nimmt
wie man Wartungsarbeiten an Hard- und Software plant, durchführt sowie dokumentiert und wie man bei Anwenderrückfragen technische Hilfestellung gibt
Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, Organisation des Ausbildungsbetriebs, Kenntnisse über die digitalisierte Arbeitswelt sowie Umweltschutz und Nachhaltigkeit vermittelt. In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. elektrische Systeme planen und installieren, anwenderspezifische Systeme auswählen und integrieren)
in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde