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Berufsbild (Deutschland) — Kommunikationswissenschaftler/in
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit — Beruf-ID 58750, KldB 2010: B 91244 · via öffentliche BERUFENET-API, abgerufen 2026-07-12. Automatisches Label-Matching (Score 1.00); Inhalte paraphrasiert/gekürzt, Volltext beim Original: https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/58750
Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Kommunikationswissenschaftler und Kommunikationswissenschaftlerinnen beraten z.B. Unternehmen zur internen und externen Kommunikation oder bieten Schulungen an, etwa zu interkultureller Kommunikation, Moderation oder Rhetorik. Im Marketing und in der Öffentlichkeitsarbeit entwickeln sie Strategien, um Zielgruppen gezielt anzusprechen. Sie erstellen Beiträge für TV, Radio, Print- und Onlinemedien, lektorieren Texte, betreuen Autoren und Autorinnen und konzipieren neue Medienformate in der Publizistik. In der Forschung analysieren sie unter anderem die Wirkung von Massenmedien, den Einfluss sozialer Medien und die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine. An Staatliche und staatlich anerkannte Bildungseinrichtung des tertiären Bereichs; dazu zählen forschungsorientierte Universitäten und gleichgestellte Hochschulen, z.B. Kirchliche und Philosophisch-Theologische Hochschulen; sie alle haben das Promotionsrecht; außerdem gibt es praxis- und anwendungsorientierte Fachhochschulen bzw. Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie Duale Hochschulen " name="Hochschule (HS)">Hochschulen lehren sie, betreuen Studierende und nehmen Prüfungen ab.
Tätigkeitsbezeichnungen
Kommunikationswissenschaftler/in
Auch übliche Berufsbezeichnung/SynonymKommunikationsspezialist/in
Berufsbezeichnung in englischer SpracheResearch communication specialist (m/f)
Die Tätigkeit im Überblick
Kommunikationswissenschaftler und Kommunikationswissenschaftlerinnen untersuchen Kommunikation u.a. in gesprochener, schriftlicher, nonverbaler und medialer Form in interkulturellen und organisatorischen Kontexten. Sie arbeiten z.B. in der Unternehmensberatung, Publizistik, Markt- und Meinungsforschung oder Öffentlichkeitsarbeit.
Trends
Big Data in der WissenschaftForschende in verschiedenen Fachbereichen können durch Mit "Big Data" bezeichnet man große Mengen strukturierter oder unstrukturierter Daten, deren Umfang zudem schnell wächst beziehungsweise die sehr rasch ausgetauscht werden. Die Daten können in unterschiedlichsten Formaten, etwa als Text-, Bild- oder Videodateien vorliegen. Es können zum Beispiel Produktions- und Transportdaten von Unternehmen sein, Daten aus Finanztransaktionen oder zum Online-Suchverhalten. Mit manuellen und herkömmlichen Methoden der Datenverarbeitung kann diese Datenflut nicht mehr ausgewertet werden. Es bedarf einer speziellen Big-Data-Analyse, basierend auf Algorithmen und intelligenten Mustererkennungstechnologien. s. auch "Data Mining". " name="Big Data">Big Data große Datensätze auswerten. Sie können z.B. in der medizinischen Forschung Risikofaktoren für Krankheiten identifizieren oder komplexe Interaktionen zwischen Proteinen in Medikamenten aufdecken. Auf der Grundlage umfangreicher Datenanalysen treffen sie dann fundierte Entscheidungen. So ermöglicht es Big Data, bei der Erforschung neuer Technologien effizienter zu arbeiten, bessere Produkte zu entwickeln und wettbewerbsfähig zu bleiben. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen müssen sich mit dieser Methodik auseinandersetzen, um relevante Informationen herausfiltern und auswerten zu können.
Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)
Worum geht es?Kommunikationswissenschaftler/innen befassen sich mit Fragen der Kommunikation z.B. durch gesprochene oder Körpersprache, auf schriftlichem Wege oder mittels audiovisueller Medien, in interkulturellen oder organisatorischen Zusammenhängen. Sie sind in Bereichen wie der Unternehmensberatung, in der Publizistik, der Markt- und Meinungsforschung, der Öffentlichkeitsarbeit oder in Wissenschaft und Lehre tätig. Von Markt- und Meinungsforschung bis ÖffentlichkeitsarbeitIm Beratungsbereich prüfen sie z.B. innerbetriebliche Kommunikationsstrukturen von Unternehmen und erarbeiten Optimierungsvorschläge. Sie analysieren die Außenwirkung von Unternehmen, Parteien, Politikern und Politikerinnen und beraten in Fragen zielgruppengerechter Imageveränderungen. Zudem bieten sie Schulungen an, z.B. zum Führen von Mitarbeitergesprächen oder zu Themen wie Moderation, Achtsamkeit und Konfliktmanagement. In Marketing und Werbung analysieren sie Kundenwünsche, Trends, Marktentwicklungen und die Chancen neuer Produkte auf dem Markt. Sie planen und gestalten zielgruppenorientierte Kampagnen und analysieren deren Erfolg. Werbetreibende Kunden beraten sie u.a. hinsichtlich Auswahl und Einsatz der Medien, die die Zielgruppe am besten erreichen. In der Publizistik verfassen sie Beiträge oder Reportagen für Verlage, Fernsehen, Hörfunk, Internet oder andere Medien und analysieren, ob und wie die jeweiligen Zielgruppen erreicht werden und welche Art der Information und Unterhaltung von den Empfängern gewünscht wird. Im Verlagswesen betreuen sie Autoren und lektorieren und bearbeiten Manuskripte. Für eine Tätigkeit im Journalismus ist meist zusätzlich zum abgeschlossenen Studium ein Volontariat oder eine entsprechende praktische journalistische Qualifikation nötig. In der Markt- und Meinungsforschung erarbeiten Kommunikationswissenschaftler/innen Fragestellungen z.B. zur Wirkung von Medien und Meinungsbildern und legen das Vorgehen für die Erhebung und die statistische Aufbereitung fest. Sie weisen Interviewer/innen in die jeweilige Studie ein, werten die Interviewergebnisse aus und bereiten sie auf. Für Führungspositionen wird häufig ein Masterstudium vorausgesetzt. In der wissenschaftlichen Forschung und LehreIn der wissenschaftlichen Forschung untersuchen Kommunikationswissenschaftler/innen alle Ebenen und Erscheinungsformen von Kommunikation: Dazu gehört die Verständigung von Mensch zu Mensch über die Sprache (verbal), aber auch durch Körpersprache und Zeichensprache (n
Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
Entwicklungen, Tendenzen und Abläufe in der Medienwirtschaft sowie Strukturen des Medienmarktes analysieren
Auswirkung von Massenmedien und Social Media auf gesellschaftliche Zusammenhänge erforschen
Veränderungen im Alltag, in Schule und Beruf durch Kommunikationsmedien wie Smartphones und Social-Media-Plattformen untersuchen
Forschungsergebnisse dokumentieren, ggf. publizieren
In Meinungsforschung, Medien, BildungBereich Beratung: Unternehmen z.B. zu inner- und außerbetrieblicher Kommunikation, Branding oder interkulturelle Kommunikation beraten; Unternehmen, Parteien oder Einzelpersonen z.B. zu Imageverbesserung beraten
Schulung/Training: Schulungen im privaten und beruflichen Kontext z.B. zu Konfliktmanagement, Rhetorik, Argumentation und interpersonaler Kommunikation durchführen; Bewerber/innen auf Assessmentverfahren vorbereiten; Trainings für leitende Angestellte z.B. zum Führen von Mitarbeitergesprächen anbieten
Bereich Marketing, Werbung, Öffentlichkeitsarbeit: Trends, Marktentwicklungen und Produktchancen analysieren; zielgruppenorientierte Kampagnen organisieren, Kunden/Kundinnen zu Auswahl und Einsatz geeigneter Medien beraten
Bereich Verlagswesen, Journalismus: Manuskripte bearbeiten; Autoren/Autorinnen betreuen; Informationen recherchieren; redaktionelle Beiträge (Reportagen, Kommentare, Berichte etc.) auswählen und bearbeiten; neue Produkte entwickeln und realisieren
Bereich Markt-, Meinungsforschung: Themen z.B. zur Wirkung von Medien und Meinungsbildern erarbeiten; Erhebungs- und Aufbereitungsmethoden festlegen; Datenerhebung organisieren und überwachen; Daten auswerten, analysieren und aufbereiten
In Forschung und LehreKommunikation erforschen, z.B. gesellschaftliche Auswirkungen veränderter Kommunikationsprozesse beschreiben; neue Möglichkeiten der Informationsvermittlung erforschen
Lehrveranstaltungen vorbereiten und durchführen
schriftliche Arbeiten korrigieren, Prüfungen abnehmen
Forschungsprojekte initiieren, durchführen und ggf. leiten; Forschungsgelder beantragen
Fachvorträge halten, Artikel und Bücher publizieren