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2026-08-15 15:04:30 +02:00

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Berufsbild (Deutschland) — Sucht-, Drogenberater/in

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit — Beruf-ID 9038, KldB 2010: B 83154 · via öffentliche BERUFENET-API, abgerufen 2026-07-12. Automatisches Label-Matching (Score 0.67); Inhalte paraphrasiert/gekürzt, Volltext beim Original: https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/9038

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Sucht- und Drogenberater und -beraterinnen sind in den Bereichen Prävention, Beratung und Nachsorge tätig, ggf. unterstützen sie auch im Bereich der Suchtbehandlung. Sie beraten bei Abhängigkeit von Rauschdrogen und Medikamenten oder z.B. bei Spiel- oder Esssucht. Sie stehen den Betroffenen z.B. bei der Bewältigung des Alltags bei, leisten praktische Hilfe bei Ämter- und Behördengängen und zeigen Wege aus der Sucht auf. Sucht- und Drogenberater und -beraterinnen vermitteln Therapieplätze und kümmern sich ggf. um die Wiedereingliederung in das Arbeitsleben. Auch bei Rückfällen stehen sie mit Rat und Tat zur Seite. Zudem leisten sie Aufklärungsarbeit, indem sie z.B. Präventionstage an Schulen planen oder Seminare durchführen.

Die Tätigkeit im Überblick

Sucht- und Drogenberater und -beraterinnen betreuen suchtgefährdete sowie suchtkranke Menschen.

Virtuelle Therapie- und Beratungssitzungen im psychotherapeutischen und psychosozialen BereichIn den vergangenen Jahren sind zunehmend digitale Therapie- und Beratungsmöglichkeiten entstanden. Die virtuellen Sitzungen laufen über speziell zertifizierte Plattformen per Videokonferenz ab. So ist der Schutz von hochsensiblen Daten der Patienten und Patientinnen gewährleistet. Erste Studien zeigen, dass die virtuelle Therapie bzw. Beratung einen vergleichbaren Erfolg hat wie die klassische Sitzung vor Ort. In Zukunft könnten die technischen Möglichkeiten weiter ausgebaut werden. So könnte z.B. der Puls des Patienten bzw. der Patientin via Smartwatch gemessen werden, um körperliche und emotionale Erregungen festzustellen. Fachkräfte der psychotherapeutischen und psychosozialen Berufe werden sich mit diesen Optionen auseinandersetzen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Ratsuchende persönlich, telefonisch, online beraten bei Abhängigkeit von Rauschdrogen (z.B. Alkohol, Crystal Meth, Heroin) oder Medikamenten, bei Spiel-, Einkaufs-, Computer- oder Esssucht beraten

Wege aus der Sucht aufzeigen, Ausstiegshilfen anbieten

Betroffene dazu ermutigen, eine selbstständige und möglichst suchtfreien Lebensführung zu verfolgen und sie auf dem Weg zu diesem Ziel unterstützen

ggf. Angehörige von Abhängigen oder suchtgefährdete Menschen beraten

praktisch unterstützen, organisatorische Aufgaben und Nachsorge übernehmen Hilfsangebote planen und leiten (für Einzelpersonen und ggf. auch Gruppen)

praktische Hilfe bei Ämter- und Behördengängen leisten

Therapieplätze vermitteln

Klienten/Klientinnen bei Nachsorge und Wiedereingliederung in das Arbeitsleben unterstützen

ggf. auch im Bereich der Suchtbehandlung mitwirken und Betroffene bei therapeutischen Maßnahmen begleiten

im Bereich der Sucht- und Drogenprävention Aufklärungs- bzw. Öffentlichkeitsarbeit leisten in Gesundheitsämtern, Jugendzentren, an Schulen etc. Informationsveranstaltungen und -kampagnen durchführen

Eltern-, Erzieher- oder Lehrerseminaren planen und durchführen

Arbeitsbereiche/Branchen

Sucht- und Drogenberater und -beraterinnen finden meist Beschäftigung bei Sozialen Diensten, z.B. Organisationen der freien Wohlfahrtspflege und Jugendhilfe

in Drogenberatungsstellen

in Einrichtungen der ambulanten Drogenhilfe

in Vorsorge- und Einrichtung, die Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft oder am Arbeitsleben anbietet. Dabei wird zwischen medizinischen, heilpädagogischen und Einrichtungen zur beruflichen Rehabilitation unterschieden. Die berufliche Erstausbildung findet für Menschen mit Behinderungen i.d.R. in Berufsbildungswerken (BBW) statt. Eine berufliche Weiterbildung erfolgt meist in Berufsförderungswerken (BFW). " name="Rehabilitationseinrichtung">Rehabilitationskliniken

Sie finden auch Beschäftigung in Justizvollzugsanstalten

bei Krankenversicherungen

Arbeitsorte

Sucht- und Drogenberater und -beraterinnen arbeiten meist in Büro- und Besprechungsräumen

in Gruppenräumen

in Privatwohnungen (bei Hausbesuchen)

Sie arbeiten ggf. auch im Homeoffice bzw. mobil