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Berufsbild (Deutschland) — Ingenieur/in - Elektrotechnik
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit — Beruf-ID 58716, KldB 2010: B 26304 · via öffentliche BERUFENET-API, abgerufen 2026-07-12. Automatisches Label-Matching (Score 1.00); Inhalte paraphrasiert/gekürzt, Volltext beim Original: https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/58716
Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Elektroingenieure und -ingenieurinnen spezialisieren sich meist auf Teilgebiete wie Informationstechnik, Energietechnik, Automatisierungstechnik oder Mikroelektronik. Als Entwicklungsingenieure und Entwicklungsingenieurinnen berechnen, konstruieren und erproben sie neue Bauelemente, Anlagen, Systeme und Verfahren zu deren Herstellung. In Produktion und Fertigung überwachen sie den Betrieb, die Instandhaltung und die Qualität elektrotechnischer Anlagen mithilfe von Test- und Prüfverfahren. Im Vertrieb und Kundenservice beraten sie Unternehmen, erstellen Angebote, lösen technische Probleme und schulen Anwender. Darüber hinaus übernehmen sie in der Betriebsorganisation und im Management Leitungs- und Personalaufgaben.
Tätigkeitsbezeichnungen
Ingenieur/in - Elektrotechnik
Auch übliche Berufsbezeichnungen/SynonymeElektroingenieur/in
Elektrotechnikingenieur/in
Abweichende Berufsbezeichnungen der ehemaligen DDRDiplom Ingenieur (Uni)/ Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung Elektrotechnik/Elektronik - Alle Fachrichtungen
Diplom Ingenieur (Uni)/ Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung Gerätetechnik
Diplom Ingenieur (Uni)/ Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung Theoretische Elektrotechnik
Berufsbezeichnung in englischer SpracheElectrical engineer (m/f)
Berufsbezeichnungen in französischer SpracheIngénieur/Ingénieure en électrotechnique
Ingénieur/Ingénieure électricien
Ingénieur/Ingénieure électrotechnicien
Die Tätigkeit im Überblick
Elektroingenieure und -ingenieurinnen entwickeln und konstruieren elektrotechnische Produkte. Sie übernehmen leitende Funktionen in der Fertigung, im Betrieb oder im Vertrieb von Erzeugnissen und Dienstleistungen der Informations- und Telekommunikationstechnik, der elektrischen Energietechnik, der Automatisierungstechnik oder der Mikroelektronik.
Trends
Innovation durch WasserstoffWasserstoff, der alternativ zu fossilen Brennstoffen und Energiequellen per Elektrolyse aus Sonnen- oder Windstrom erzeugt wird, dient als Schlüsselelement der deutschen Energiewende. Er hilft dabei, den CO2-Ausstoß in Industrie und Verkehr zu verringern. In Zukunft sollen Lastwägen, Schiffe, Flugzeuge und Züge mit Wasserstoffantrieb Güter und Menschen transportieren. Grüner Wasserstoff soll u.a. auch als Rohstoff in der Chemie- und Kosmetikindustrie dienen oder zum Betreiben von Anlagen im Maschinenbau. Fach- und Führungskräfte in den entsprechenden Bereichen werden sich mit diesen Entwicklungen vertraut machen. Energiewende und Künstliche Intelligenz (KI)Künstliche Intelligenz (KI) beschleunigt künftig den Ausbau erneuerbarer Energien im Strom-, Wärme- und Verkehrsbereich. Sie unterstützt die Energiewende durch sinkende Treibhausgasemissionen. Mithilfe von KI analysieren Energieunternehmen Sensor- und Wetterdaten intelligenter und erstellen so präzisere Prognosen zur Netzauslastung. Auf Basis dieser Prognosen erhöhen sie die Stabilität und die Versorgungssicherheit von Stromnetzen. Weitere Einsatzmöglichkeiten liegen in der Vorausschauenden Wartung (Predictive Maintenance), der Optimierung von Energieanlagen und in der frühzeitigen Erkennung von Cyberattacken auf bspw. Kraftwerke und Energienetze. Fach- und Führungskräfte aus der Energiewirtschaft werden sich mit KI und ihren Möglichkeiten beschäftigen. Vernetzte, digitalisierte Energiewelt mit Smart Grids und Smart MeterSmart Grids sind intelligente, digital gesteuerte Stromnetze, in denen Daten zwischen Erzeuger, Verbraucher, Speicher und Netzbetreiber ausgetauscht und analysiert werden. Dadurch können Stromerzeugung, -speicherung und -verbrauch dynamisch gesteuert, Leistungsschwankungen ausgeglichen und das System energie- und kosteneffizient betrieben werden. Beispielsweise schalten sich vernetzte Elektrogeräte automatisiert dann ein, wenn ausreichend Strom vorhanden oder der Tarif günstig ist. Nach dem Gesetz zum Neustart der Energiewende müssen bis 2032 alle Haushalte analoge Stromzähler durch Smart Meter ersetzen. Für Fach- und Führungskräfte im Energiesektor sind Entwicklungen in diesem Bereich daher sehr wichtig. Intelligente Werkstoffe (Smart Materials) mittels 4-D-DruckIntelligente Werkstoffe - zukünftig hergestellt mittels 4-D-Druckverfahren - sollen auf ihre Umgebung (Licht, Temperatur oder magnetische Felder) reagieren und so ihre Form ändern können. Flüssigkeite
Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)
Worum geht es?Elektroingenieure und -ingenieurinnen entwickeln und konstruieren elektrotechnische Produkte. Sie übernehmen leitende Funktionen in der Fertigung, im Betrieb oder im Vertrieb von Erzeugnissen und Dienstleistungen der Informations- und Telekommunikationstechnik, der elektrischen Energietechnik, der Automatisierungstechnik oder der Mikroelektronik. Entwicklung und ProduktionViele Elektroingenieure und -ingenieurinnen sind mit der Neu- und Weiterentwicklung von Produkten, Verfahren und Prozessen befasst. Beim Entwurf arbeiten sie am Computer mit Technologie für Planung, Entwurf, Konstruktion o.ä.; Erstellung technischer Zeichnungen und Modelle verschiedener Erzeugnisse in 2D oder 3D, z. B. im Bauwesen, im Maschinenbau, in der Elektrotechnik " name="Computer Aided Design (CAD)">CAD- oder deutsch: Rechnergestütze Ingenieurarbeit Beinhaltet i.d.R. Entwurf, Zeichnung, Konstruktion, Berechnung u. ä. (Computer Aided Design, CAD) sowie Fertigungsplanung und -vorbereitung (Computer Aided Planing, CAP), dabei müssen aber nicht alle als CAE-Anwendungen bezeichneten Systeme alle aufgezählten Teilaspekte beinhalten " name="Computer Aided Engineering (CAE)">CAE-Software. Sie achten darauf, dass jede Entwicklung sowohl funktionsgerecht als auch fertigungsfreundlich im Hinblick auf Material, Arbeitsaufwand und Arbeitszeit ist. In der Informations- und Kommunikationstechnik befassen sie sich mit der Erzeugung, Verarbeitung und Übertragung von Informationen (Sprache, Text, Bild, Daten), besonders mit den Schnittstellen in der Informationsübertragung zwischen Menschen, zwischen Mensch und Maschine oder zwischen Maschinen. Beispielsweise arbeiten sie an der Entwicklung von digitalen Vermittlungs- und Endgeräten oder an der Datenübertragung über Satelliten oder Glasfaserkabel. Mobilfunk gehört ebenfalls zur Informationstechnik - ebenso wie Fernseh- und Hörfunktechnik, Kfz-Infotainment, Navigation und Radartechnik. In der auch: Prozessautomatisierungstechnik Elektrotechnik: Technikdisziplin, deren Zweck es ist, Maschinen, Anlagen und Prozesse zu automatisieren, so dass sie sich selbst steuern und ohne menschliches Eingreifen funktionieren " name="Automatisierungstechnik">Automatisierungstechnik wiederum beschäftigen sich Elektroingenieure und -ingenieurinnen mit Mess-, Steuer- und Regelungsgeräten sowie verarbeitender Rechnerintelligenz und verknüpfenden Kommunikationsbussystemen. Sie entwerfen die Gesamtsysteme und die Software, beschreiben den für den Regelungs
Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
Entwicklung und Fertigungneue Erzeugnisse und Verfahren konzipieren und bestehende verbessern, bis hin zu Prototypen; Liste von Anforderungen an ein Produkt oder Projekt Informationstechnik (IT): Darstellung der Aufgaben, Ziele, Kosten und Inhalte eines Entwicklungsprojekts " name="Pflichtenheft">Pflichtenhefte erstellen
Funktionstests durchführen, neue Entwicklungen in Labor- und Praxisversuchen austesten
Versuche zur Optimierung der Zuverlässigkeit industrieller elektrotechnischer Produkte durchführen
Versuchsergebnisse dokumentieren, Optimierungsmöglichkeiten anregen, bei Fehlerbeseitigungen mitwirken
ggf. Erzeugnisse bis zur Fertigungsreife begleiten
Herstellung von elektrotechnischen Anlagen und Systemen überwachen, z.B. für vernetzte Produktionssysteme
Zulassungs- und Anerkennungsverfahren z.B. für Elektrowerkzeuge, elektrische Haushaltsgeräte oder Elektromotoren durch Prüfstellen wie das Prüf- und Zertifizierungsinstitut VDE steht für Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. Technisch-wissenschaftliche Organisation, die u.a. anerkannte Regeln der Technik als nationale und internationale Normen entwickelt, z.B. die VDE-Bestimmungen (Vorschriften zur Errichtung, Wartung und Instandsetzung elektrischer Anlagen) " name="VDE">VDE beantragen und betreiben
im Bauteilemanagement an Entwicklungs-, Muster- und Freigabeprozessen von Baugruppen mitwirken
Anwendung und Problemlösungwissenschaftliche, technische und organisatorische Aufgabenstellungen im elektrotechnischen Bereich mit geeigneten Verfahren auf möglichst wirtschaftliche Weise lösen
Literatur- und Patentrecherchen durchführen, Versuche vorbereiten, durchführen und auswerten, numerische Simulationsmodelle entwickeln, betreuen und anwenden
Gutachten und Expertisen zu bestimmten Fragestellungen erstellen
Projektierung und Vertrieb Gesamtprojekte verantwortlich überwachen und koordinieren
kundenspezifische Systeme, Anlagen, Maschinen und Geräte konzipieren und realisieren
einzelne Kunden und/oder Unternehmen bei der Anschaffung von Produkten der Elektrotechnik und deren Zubehör sowie bei der Einführung neuer Systeme beraten und betreuen, z.B. auch im Hinblick auf digital vernetzte Systeme und Prozesse
Marktbeobachtungen, Markteinführung neuer Produkte, Präsentationen auf Messen durchführen
Terminplanung, Kostenkontrolle usw. durchführen
Service, Montage, Inbetriebnahme, QualitätssicherungMitarbeitereinsatz planen
Montageabläufe dokumentieren
Inbetriebnahme