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Berufsbild (Deutschland) — Rettungshelfer/in
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit — Beruf-ID 14404, KldB 2010: B 81341 · via öffentliche BERUFENET-API, abgerufen 2026-07-12. Automatisches Label-Matching (Score 1.00); Inhalte paraphrasiert/gekürzt, Volltext beim Original: https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/14404
Steckbrief
Berufstyp Ausbildungsberuf Ausbildungsart Schulische Ausbildung an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen (landesrechtlich bzw. intern geregelt) Ausbildungsdauer Ca. 1-3 Monate (Vollzeit) Lernorte Bildungseinrichtung und Lehrrettungswache bzw. Krankentransportwagen (im Praktikum) Was macht man in diesem Beruf?Rettungshelfer und Rettungshelferinnen bringen Patienten und Patientinnen durch Krankentransporte in Notaufnahmen, Kliniken oder Rehabilitationseinrichtungen. Sie steuern die Rettungsfahrzeuge selbst oder fahren begleitend mit. Am Einsatzort oder während des Krankentransports unterstützen sie Rettungsfachkräfte bei Maßnahmen der Notfallversorgung. Grundlage dafür sind die jeweiligen landesrechtlichen Regelungen. Darüber hinaus fahren sie ggf. Menschen mit Behinderungen zu Arbeitsstellen oder zu Arztpraxen. Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Rettungshelfer und Rettungshelferinnen sind in erster Linie beschäftigt bei Rettungsdiensten
bei Diensten für den Transport von kranken Menschen und Menschen mit Behinderungen
Arbeitsorte:Rettungshelfer und Rettungshelferinnen arbeiten in erster Linie in Krankentransportwagen
an wechselnden Einsatzorten (z.B. Wohnungen der Patiente
Die Ausbildung im Überblick
Rettungshelfer bzw. Rettungshelferin ist eine Ausbildung die durch landesrechtliche Vorschriften oder interne Vorschriften der Bildungseinrichtungen geregelt ist. Sie dauert in Vollzeit ca. 1-3 Monate.
Abschluss-/Berufsbezeichnungen
Die Ausbildung ist nur in den genannten Bundesländern rechtlich geregelt und führt dort zu folgenden Abschlussbezeichnungen: Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz: Rettungshelfer/Rettungshelferin
Bei intern geregelten Ausbildungen führt der Abschluss z.B. zur Bezeichnung Rettungsdiensthelfer (RDH)/Rettungsdiensthelferin (RDH).
Ausbildungsinhalte
Theoretischer und praktischer Unterricht, z.B.:Krankentransport und Notfallrettung, z.B.beim Krankentransport und in der Notfallrettung mitwirken, z.B. Organisationsstrukturen und Ressourcen des Krankentransportes und der Notfallrettung beschreiben
beim Krankentransport und in der Notfallrettung angemessen verhalten, z.B. persönliche Schutzausrüstung situations- und sachgerecht verwenden und im Einsatz effektiv kommunizieren
rechtliche Fragestellungen berücksichtigen, z.B. Regelungen zu Datenschutz, StVO und Schweigepflicht kennen und anwenden
bei der standardisierten Patientenversorgung mitwirken, z.B. strukturierte Erstversorgung durchführen
nach hygienischen Grundsätzen arbeiten, z.B. Hygiene- und Entkeimung von Oberflächen verschiedenster Art mit chemischen Mitteln, um die Entstehung von unerwünschten, teilweise krankheitserregenden Mikroorganismen zu verhindern " name="Desinfektion">Desinfektionsmaßnahmen gemäß eines Rahmen-Hygieneplans anwenden
Transport und Übergabe durchführen, z.B. Patienten/Patientinnen beim Transport sichern
in besonderen Einsatzlagen angemessen verhalten, z.B. Behandlungsstrategien bei Großschadensereignissen anwenden
Basisversorgung, z.B.Grundkenntnisse über Lehre von Aufbau und Struktur des menschlichen beziehungsweise tierischen Körpers " name="Anatomie">Anatomie, Lehre von den normalen (nicht krankhaften) Lebensvorgängen und Funktionen von Lebewesen und Organismen " name="Physiologie">Physiologie und der allgemeinen auch: Pathologische Physiologie Medizinisches Fachgebiet, das sich mit krankhaften Veränderungen und Funktionsstörungen im menschlichen Organismus befasst " name="Pathophysiologie">Pathophysiologie des Herz-Kreislauf- sowie des Atmungssystems, des Gehirns und des Nervensystems erlernen
Menschen mit Problemen der Atemwege versorgen, z.B. Erstversorgungsmaßnahmen bei Atemwegsverletzungen ergreifen
Menschen mit Problemen des Atmungssystems versorgen, z.B. Brustkorb auf Verletzungen überprüfen
Menschen mit Problemen des Herz-Kreislauf-Systems versorgen, z.B. Schockzuständen vorbeugen und auf lebensbedrohliche Blutungen kontrollieren
Menschen mit Bewusstseinsproblemen versorgen, z.B. Patienten/Patientinnen in die stabile Seitenlage bringen
Menschen vor Witterungseinflüssen schützen, z.B. Wärmedecken anwenden und Patienten/Patientinnen vor Nässe schützen
spezielle Versorgung, z.B.Grundkenntnisse über Anatomie, Physiologie und der allgemeinen Pathophysiologie des Stütz- und Bewegungssystems, der Bauchorg
Ausbildungsaufbau
Die Lehrgänge sind unterschiedlich strukturiert. Sie bestehen z.B. aus Lernbereichen oder Modulen, die aufeinander aufbauen. Unterrichtsprogramm, z.B.:theoretisch-praktische Ausbildung: mindestens 80 Stunden
praktische Ausbildung (Rettungswache): mindestens 80 Stunden
Gesamtstundenzahl:mindestens 160 Stunden
Lernorte
Rettungshelfer und Rettungshelferinnen werden in schulischer Form ausgebildet. Lernorte sind bei Präsenzveranstaltungen: Unterrichtsräume an der Bildungseinrichtung
bei Lernformen, bei denen die Vorteile von klassischem Präsenzunterricht und digitaler Lehre miteinander kombiniert werden; dazu gehört beispielsweise das sog. Blended Learning deutsch: "vermischtes Lernen"), das sich aus Präsenzphasen und medienbasierten Selbstlernphasen zusammensetzt " name="Kombinierte Lernformen">kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Unterrichtsräume bei Präsenzveranstaltungen, zu Hause bei Online-Lerneinheiten
im Praktikum: z.B. Lehrrettungswachen bzw. Krankentransportwagen
Ausbildungssituation
Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen: Theoretischer Unterricht:Unterrichtszeit Unterricht an mindestens vier Wochentagen
Lernformbei Präsenzveranstaltungen: Teilnahme am Unterricht an der Bildungseinrichtung zusammen mit anderen angehenden Rettungshelfern und Rettungshelferinnen (ggf. nicht am Wohnort), Aufarbeitung der Inhalte zu Hause
bei Lernformen, bei denen die Vorteile von klassischem Präsenzunterricht und digitaler Lehre miteinander kombiniert werden; dazu gehört beispielsweise das sog. Blended Learning deutsch: "vermischtes Lernen"), das sich aus Präsenzphasen und medienbasierten Selbstlernphasen zusammensetzt " name="Kombinierte Lernformen">kombinierten Lernformen (z.B. Blended Learning): Präsenzveranstaltungen im Klassenverband an der Bildungseinrichtung und selbstgestaltetes Lernen über elektronische Lernplattformen und -systeme von zu Hause aus
Praktische Übungen/Praktikum:praktische Mitarbeit (unter Anleitung), z.B. bei Krankentransport- und Rettungsdiensten, städtischen Feuerwehren
Anforderungen: Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Verankern der Krankentrage im Krankenwagen, beim Unterstützen der Rettungsfachkräfte am Einsatzort)
Entscheidungsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit (z.B. in Notfallsituationen, während Einsatzfahrten)
Einfühlungsvermögen (z.B. beim Betreuen von Patienten/Patientinnen am Einsatzort und während des Transports)
Psychische Stabilität (z.B. bei der Konfrontation mit schweren Verletzungen oder dem Tod von Unfallopfern)
Gute körperliche Konstitution (z.B. Patienten/Patientinnen auf Tragen heben und zum Einsatzfahrzeug transportieren)