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Berufsbild (Deutschland) — Ingenieur/in - Werkstofftechnik
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit — Beruf-ID 58744, KldB 2010: B 41424 · via öffentliche BERUFENET-API, abgerufen 2026-07-12. Automatisches Label-Matching (Score 1.00); Inhalte paraphrasiert/gekürzt, Volltext beim Original: https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/58744
Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Ingenieure und Ingenieurinnen der Werkstofftechnik befassen sich damit, Werkstoffe herzustellen und weiterzuentwickeln. Sie arbeiten mit metallischen (z.B. Stahl, Aluminium, Zink) und nichtmetallischen Werkstoffen (z.B. Papier, Bindemittel oder Chemie: natürlicher oder synthetischer (künstlicher) Stoff, der aus vielen gleichartigen Molekül-Verbindungen besteht " name="Polymere">Polymer- und Verbundwerkstoffe). Außerdem entwickeln sie neue Materialien und Verfahren der Formgebung, Fügetechnik und Oberflächenbehandlung bzw. verbessern vorhandene Werkstoffe, Herstell- und Bearbeitungsverfahren. Sie entwerfen ggf. auch Maschinen, Apparate und Anlagen, mit denen diese Werkstoffe hergestellt werden können und prüfen sie auf Qualität. Arbeiten sie im Vertrieb, erstellen sie Angebote und unterbreiten sie der Kundschaft.
Tätigkeitsbezeichnungen
Ingenieur/in - Werkstofftechnik
Auch übliche Berufsbezeichnungen/SynonymeWerkstoffingenieur/in
Werkstoffwissenschaftler/in
Abweichende Berufsbezeichnungen der ehemaligen DDRDiplom Ingenieur (Uni)/Diplom Ingenieurin (Uni)- Fachrichtung Entwicklung metallischer Werkstoffe
Diplom Ingenieur (Uni)/Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung Metallformung
Diplom Ingenieur (Uni)/Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung Werkstoffeinsatz
Diplom-Ingenieur (Uni)/Diplom-Ingenierin (Uni) - Fachrichtung Werkstoffentwicklung
Diplom-Ingenieur/Diplom-Ingenieurin (Uni) Fachrichtungsgruppe Werkstofftechnik
Berufsbezeichnungen in englischer SpracheMaterials engineer (m/f)
Metallurgist (m/f)
Berufsbezeichnungen in französischer SpracheIngénieur/Ingénieure en sciences des matériaux
Ingénieur/Ingénieure en techniques des sciences des matériaux
Die Tätigkeit im Überblick
Ingenieure und Ingenieurinnen der Werkstofftechnik untersuchen, prüfen, entwickeln und verbessern Werkstoffe und Verbundwerkstoffe. Daneben arbeiten sie u.a. in der Qualitätssicherung, bei der Maschinenentwicklung sowie im technischen Vertrieb.
Trends
KI-gestützte Werkstoffprüfung und QualitätssicherungDer Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) gewinnt in der Werkstoffprüfung und Qualitätssicherung zunehmend an Bedeutung. KI ermöglicht eine schnelle und präzise Analyse von komplexen Datenmengen. Besonders in sicherheitskritischen Branchen wie der Luft- und Raumfahrt und dem Energiesektor ist das ein entscheidender Vorteil. Der Einsatz von KI verbessert die Genauigkeit der Messergebnisse und die Reproduzierbarkeit der Analysen. Fach- und Führungskräfte in der Wertstoffprüfung und Qualitätssicherung werden sich mit diesen Entwicklungen auseinandersetzen. Innovation durch WasserstoffWasserstoff, der alternativ zu fossilen Brennstoffen und Energiequellen per Elektrolyse aus Sonnen- oder Windstrom erzeugt wird, dient als Schlüsselelement der deutschen Energiewende. Er hilft dabei, den CO2-Ausstoß in Industrie und Verkehr zu verringern. In Zukunft sollen Lastwägen, Schiffe, Flugzeuge und Züge mit Wasserstoffantrieb Güter und Menschen transportieren. Grüner Wasserstoff soll u.a. auch als Rohstoff in der Chemie- und Kosmetikindustrie dienen oder zum Betreiben von Anlagen im Maschinenbau. Fach- und Führungskräfte in den entsprechenden Bereichen werden sich mit diesen Entwicklungen vertraut machen. Künstliche Intelligenz (KI) in der NanotechnologieIn der Forschung werden mithilfe der Interdisziplinäre Wissenschaft, die sich grundlegend mit der Nutzung neuer Funktionen von belebter und unbelebter Materie beschäftigt; basiert auf der geometrischen Größe sowie auf den materialspezifischen Eigenheiten von Nanostrukturen; mittels Nanotechnologie können z.B. Atome und Moleküle manipuliert werden " name="Nanotechnologie">Nanotechnologie Materialeigenschaften von Stoffen auf molekularer Ebene verändert. englisch: Artificial Intelligence (AI) Teilgebiet der Informatik, das Strukturen menschlicher Intelligenz untersucht, auf Computer überträgt und Programme für intelligente Problemlösungen entwickelt, z. B. Spracherkennung " name="Künstliche Intelligenz (KI)">Künstliche Intelligenz (KI) erweitert zunehmend die Anwendungsmöglichkeiten: In der Medizin überwachen KI-Nanobots Körperzustände, in der Oberflächenbearbeitung beeinflussen KI-gesteuerte Mikroskope Moleküle gezielt auf kleinster Ebene. Führungskräfte in der Nanotechnologie erforschen aktiv, wie sie KI einsetzen, um bestehende Verfahren zu verbessern und neue Anwendungen zu entwickeln. Intelligente Werkstoffe (Smart Materials) mittels 4-D-DruckIntelligente Werkstof
Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)
Worum geht es?Ingenieure und Ingenieurinnen der Werkstofftechnik untersuchen, prüfen, entwickeln und verbessern Werkstoffe und Verbundwerkstoffe. Daneben sind sie unter anderem in der Qualitätssicherung, bei der Entwicklung von Maschinen, mit denen diese Werkstoffe hergestellt werden können, sowie im technischen Vertrieb tätig. Werkstoffe entwickelnDie Verfügbarkeit von modernen Werkstoffen zählt heute zu den Schlüsselindustrien, da ohne entsprechende Materialien kaum noch neue Technologien in die Anwendung gebracht werden können. Ob leichte Hightech-Materialien wie Aluminium und Karbonfasern im Flugzeugbau oder stahlharte Materialien für Brückenkonstruktionen, Seilbahnen, Tunnel- oder Pipeline-Röhren – für jeden Anwendungsbereich und jede von Ingenieuren und Ingenieurinnen konstruierte Technik gibt es einen optimalen Werkstoff. Deshalb versuchen Ingenieure und Ingenieurinnen der Werkstofftechnik, in der Entwicklung und Herstellung die Eigenschaften der ausgewählten Werkstoffe so zu beeinflussen bzw. zu verändern, dass diese optimal eingesetzt werden können. Dabei spielt der Einsatz von Interdisziplinäre Wissenschaft, die sich grundlegend mit der Nutzung neuer Funktionen von belebter und unbelebter Materie beschäftigt; basiert auf der geometrischen Größe sowie auf den materialspezifischen Eigenheiten von Nanostrukturen; mittels Nanotechnologie können z.B. Atome und Moleküle manipuliert werden " name="Nanotechnologie">Nanotechnologie eine bedeutende Rolle, denn sie ermöglicht es, die Eigenschaften der Werkstoffe auf Atom- bzw. Molekularebene zu verändern und zu optimieren. So können z.B. besonders glatte Oberflächen erzeugt oder strahlenabwehrende optische Komponenten hergestellt werden. Konstruktion, Fertigung und PrüfungIn der Konstruktion und Fertigung arbeiten Ingenieure und Ingenieurinnen der Werkstofftechnik meist mit Konstruktionsfachleuten und Fertigungsingenieuren und -ingenieurinnen zusammen. Sie tragen dazu bei, dass optimal ausgewählte Werkstoffe durch geeignete Fertigungsverfahren und -anlagen zu einem zuverlässigen, kostengünstigen und einwandfrei funktionierenden Bauteil zusammengebaut werden. In der Werkstoffprüfung und Qualitätssicherung werden je nach Art der Werkstoffe unterschiedliche Prüfverfahren angewendet. Dazu zählen chemische, physikalische, mechanische, bruchmechanische und Teilbereich der Metallkunde; Lehre vom Gefügeaufbau und Oberbegriff für makroskopische und mikroskopische Prüfungen von Metallen " name="Metallografie">metall
Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
Entwicklungmetallische, nichtmetallische und Verbundwerkstoffe optimieren
dentale Werkstoffe für festen bzw. herausnehmbaren Zahnersatz entwickeln und deren Herstellungsverfahren analysieren
neue Herstellungs- und Behandlungsverfahren von Werkstoffen sowie entsprechende Maschinen und Anlagen entwickeln
QualitätsprüfungWerkstoffschäden untersuchen
Werkstoffe mit unterschiedlichen Untersuchungsverfahren prüfen; Ergebnisse in Prüfberichten dokumentieren
Anlagen und Einrichtungen der einschlägigen Industrie abnehmen
sicherheits- und umweltschutztechnische Bestimmungen überwachen
Beratung, Gutachtenmetallurgische Produktionsbetriebe oder einzelne Abteilungen in verschiedenen Führungsebenen als Fachreferent/in, Gutachter/in oder Sachverständige/r beraten oder leiten
Behörden oder Betriebe als Fachreferent/in, Berater/in, Gutachter/in oder Sachverständige/r unterstützen bzw. beraten
Wissenschaftliche Forschung und Lehrean Forschungsvorhaben mitwirken
Vorlesungen und Seminare vorbereiten bzw. abhalten, Unterricht nachbereiten, ggf. Prüfungen abnehmen
Forschungsberichte verfassen