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Berufsbild (Deutschland) — Ingenieur/in - Nanotechnologie
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit — Beruf-ID 59391, KldB 2010: B 26324 · via öffentliche BERUFENET-API, abgerufen 2026-07-12. Automatisches Label-Matching (Score 0.67); Inhalte paraphrasiert/gekürzt, Volltext beim Original: https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/59391
Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Ingenieure und Ingenieurinnen für Nanotechnologie analysieren die belebte und unbelebte Natur im Bereich von millionstel Millimetern. Sie stellen Strukturen und Grundelemente für die naturwissenschaftliche, medizinische und industrielle Anwendung immer kleiner dar. Durch Manipulation verleihen die Ingenieure und Ingenieurinnen diesen auf molekularer Ebene neue Eigenschaften. Dafür entwickeln sie Verfahren und Technologien, Werkzeuge und geeignete Bearbeitungstechniken. Am Computer simulieren sie die Produktion von Nanosystemen. Sie stellen neuartige Produkte bzw. Werkstoffe mit besonderen Funktionalitäten her, z.B. superharte Beschichtungen oder sehr feste molekulare Klebeverbindungen. Daneben beraten sie im Kundenservice Unternehmen und erstellen im Vertrieb Angebote für Kunden und Kundinnen.
Tätigkeitsbezeichnungen
Ingenieur/in - Nanotechnologie
Auch übliche Berufsbezeichnung/SynonymNanotechnologe/-technologin
Berufsbezeichnung in englischer SpracheNanotechnologist (m/f)
Berufsbezeichnung in französischer SpracheIngénieur/Ingénieure en nanotechnologie
Die Tätigkeit im Überblick
Ingenieure und Ingenieurinnen für Nanotechnologie untersuchen molekulare Strukturen im Nanometerbereich und verändern diese. Sie entwickeln Materialien und Werkstoffe sowie Verfahren und Technologien zur Herstellung industrieller und pharmazeutischer Produkte.
Trends
Künstliche Intelligenz (KI) in der NanotechnologieIn der Forschung werden mithilfe der Interdisziplinäre Wissenschaft, die sich grundlegend mit der Nutzung neuer Funktionen von belebter und unbelebter Materie beschäftigt; basiert auf der geometrischen Größe sowie auf den materialspezifischen Eigenheiten von Nanostrukturen; mittels Nanotechnologie können z.B. Atome und Moleküle manipuliert werden " name="Nanotechnologie">Nanotechnologie Materialeigenschaften von Stoffen auf molekularer Ebene verändert. englisch: Artificial Intelligence (AI) Teilgebiet der Informatik, das Strukturen menschlicher Intelligenz untersucht, auf Computer überträgt und Programme für intelligente Problemlösungen entwickelt, z. B. Spracherkennung " name="Künstliche Intelligenz (KI)">Künstliche Intelligenz (KI) erweitert zunehmend die Anwendungsmöglichkeiten: In der Medizin überwachen KI-Nanobots Körperzustände, in der Oberflächenbearbeitung beeinflussen KI-gesteuerte Mikroskope Moleküle gezielt auf kleinster Ebene. Führungskräfte in der Nanotechnologie erforschen aktiv, wie sie KI einsetzen, um bestehende Verfahren zu verbessern und neue Anwendungen zu entwickeln. Intelligente Werkstoffe (Smart Materials) mittels 4-D-DruckIntelligente Werkstoffe - zukünftig hergestellt mittels 4-D-Druckverfahren - sollen auf ihre Umgebung (Licht, Temperatur oder magnetische Felder) reagieren und so ihre Form ändern können. Flüssigkeiten werden z.B. in einem Magnetfeld fest, Kunststoffe falten sich durch Kontakt mit Feuchtigkeit zusammen, geformte Werkstücke aus Formgedächtnismetall nehmen bei einer bestimmten Temperatur wieder ihre ursprüngliche Form an. Mögliche Anwendungsgebiete sind u.a. die Automobilentwicklung, Medizin- und Textiltechnik, Architektur sowie Luft- und Raumfahrt. Fach- und Führungskräfte in den entsprechenden Bereichen werden sich mit diesen Entwicklungen vertraut machen.
Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)
Worum geht es?Ingenieure und Ingenieurinnen für Nanotechnologie untersuchen molekulare Strukturen im Nanometerbereich und manipulieren diese. So entwickeln sie neue Materialien und Werkstoffe, Verfahren und Technologien zur Herstellung von industriellen und pharmazeutischen Produkten. Bis ins kleinste DetailIngenieure und Ingenieurinnen für Nanotechnologie analysieren Baupläne der belebten und unbelebten Natur, um den selbstorganisierenden Aufbau von Materie zu verstehen. Dadurch wird es möglich, diese Baupläne gezielt zu beeinflussen. Aufgrund der geringen Abmessungen und der damit verbundenen Schwierigkeiten bei der Analyse verwenden Ingenieure und Ingenieurinnen für Nanotechnologie oftmals Simulationen und erschließen die Eigenschaften von Nanoteilchen mit Hilfe physikalischer Berechnungen am Computer. Nanotechnik in der IndustrieIngenieure und Ingenieurinnen für Nanotechnologie optimieren die molekularen Eigenschaften von Stoffen und Produkten beispielsweise der Energie- (Brennstoffzellen, Solarzellen, Gasspeicher u.a.), Umwelt- (Materialkreisläufe, Entsorgung und Reinigung) oder Informationstechnik (hochdichte Speicher, leistungsfähige Prozessoren usw.). Sie entwickeln Materialien mit neuartigen Eigenschaften für die Molekularelektronik, neue Verfahren und Technologien zur Herstellung funktionsbestimmter dünner Schichten und zur Erzeugung extrem präziser Oberflächen, neue Analyse- und Charakterisierungsverfahren sowie Nanowerkzeuge und Ultrapräzisions-Bearbeitungstechniken. In der Nanosystemtechnik bauen sie große komplexe Strukturen durch allerkleinste Elemente auf und führen Computersimulationen durch (Virtual Prototyping). Weitere Einsatzmöglichkeiten Darüber hinaus können die Ingenieure und Ingenieurinnen für Nanotechnologie im Vertrieb oder in der technischen Beratung tätig sein. Hier beraten sie Kunden bei der Anschaffung oder den Einsatzmöglichkeiten von Produkten der Nanotechnologie. Sie erstellen Angebote und unterbreiten diese dem Kunden. Ebenso können sie beispielsweise in der Beschaffung oder im Sachverständigenwesen arbeiten.
Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
Untersuchung von Strukturen und Materialien Nanostrukturen, dünnste Schichten, molekulare Einheiten und deutsch: Schnittstelle Informationstechnik (IT): Übergangsstelle zwischen technischen Einrichtungen einer Anlage mit mehreren Systemkomponenten; gewährleistet eine problemlose Zusammenarbeit der einzelnen Geräte " name="Interface">Interfaces in virtuellen Räumen simulieren und deren Eigenschaften mit Hilfe des Computers erschließen
Baupläne der belebten und unbelebten Natur zum selbstorganisierenden Aufbau von Materie untersuchen
Technologien zur Aufklärung und gezielten Beeinflussung von Bauplänen der belebten und unbelebten Materie entwickeln
Miniaturisierung in der industriellen Entwicklung Verfahren zur Herstellung funktionsbestimmter dünner Schichten entwickeln, bei denen die kritischen Abmessungen Nanometer-Dimensionen haben
optische, elektrische, magnetische und mechanische Eigenschaften von dünnsten Schichten und Schichtkombinationen sowie Materialien im Nanometerbereich mit neuartigen Funktionen und spezifischen Effekten untersuchen, Analyse- und Charakterisierungsverfahren mit entsprechender Auflösung entwickeln
Konzepte für neue Funktionselemente und -gruppen erarbeiten
neuartige Systemüberlegungen für den Aufbau komplexer Systeme einsetzen
Produkteigenschaften z.B. im Bereich Energie-, Umwelt- und Informationstechnik, aber auch in Prozessen der Gesundheit und des Alterns optimieren
Weitere AufgabenKunden/Kundinnen und/oder Unternehmen bei der Anschaffung von Produkten beraten und betreuen
Marktbeobachtungen durchführen, neue Produkte in den Markt einführen, Präsentationen durchführen
Literatur- und Patentrecherchen durchführen
Gutachten und Schriftliches Gutachten auf Grundlage von Expertenwissen, das z.B. Angaben über Herkunft, Stil, Zustand und Größe eines Objektes beinhaltet " name="Expertise">Expertisen erstellen
Forschung und Lehrean Forschungsvorhaben mitwirken
Vorlesungen und Seminare vorbereiten bzw. abhalten, Unterricht nachbereiten, ggf. Prüfungen abnehmen
Forschungsberichte verfassen