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2026-08-14 16:45:47 +02:00

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Berufsbild (Deutschland) — Ozeanograf/in

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit — Beruf-ID 58762, KldB 2010: B 42124 · via öffentliche BERUFENET-API, abgerufen 2026-07-12. Automatisches Label-Matching (Score 1.00); Inhalte paraphrasiert/gekürzt, Volltext beim Original: https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/58762

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Ozeanografen und Ozeanografinnen arbeiten in unterschiedlichen Bereichen. In der Forschung befassen sie sich z.B. mit den Auswirkungen des Klimawandels oder der Erwärmung der Weltmeere. An Staatliche und staatlich anerkannte Bildungseinrichtung des tertiären Bereichs; dazu zählen forschungsorientierte Universitäten und gleichgestellte Hochschulen, z.B. Kirchliche und Philosophisch-Theologische Hochschulen; sie alle haben das Promotionsrecht; außerdem gibt es praxis- und anwendungsorientierte Fachhochschulen bzw. Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie Duale Hochschulen " name="Hochschule (HS)">Hochschulen unterrichten sie, bereiten Vorlesungen und Seminare vor, korrigieren schriftliche Arbeiten und nehmen Prüfungen ab. Ozeanografische Messdaten erheben sie von Forschungsschiffen aus oder via Satelliten. Auf Basis der Daten entwickeln sie in Laborexperimenten und mithilfe von simulierten Meeresbewegungen z.B. Modelle, um Sturmfluten vorherzusagen. Die in Gezeitenkarten und Stromatlanten festgehaltenen Ergebnisse sind z.B. für die Schifffahrt, die Fischerei, aber auch für den Küstenschutz von Bedeutung. Im Bereich Rohstoffgewinnung suchen sie z.B. nach Öl- oder Gasvorkommen im Meeresboden.

Tätigkeitsbezeichnungen

Ozeanograf/in

Auch übliche Berufsbezeichnungen/SynonymeMeeresforscher/in

Meereskundler/in

Berufsbezeichnung in englischer SpracheOceanographer (m/f)

Berufsbezeichnungen in französischer SpracheOcéanographe (m/f)

Océanologue (m/f)

Die Tätigkeit im Überblick

Ozeanografen und Ozeanografinnen erforschen und beschreiben physikalische Abläufe im Meer. Sie analysieren z.B. das Meerwasser, ozeanische und atmosphärische Faktoren und teilen ihre Ergebnisse u.a. mit der Schifffahrt und der Fischerei.

Big Data in der WissenschaftForschende in verschiedenen Fachbereichen können durch Mit "Big Data" bezeichnet man große Mengen strukturierter oder unstrukturierter Daten, deren Umfang zudem schnell wächst beziehungsweise die sehr rasch ausgetauscht werden. Die Daten können in unterschiedlichsten Formaten, etwa als Text-, Bild- oder Videodateien vorliegen. Es können zum Beispiel Produktions- und Transportdaten von Unternehmen sein, Daten aus Finanztransaktionen oder zum Online-Suchverhalten. Mit manuellen und herkömmlichen Methoden der Datenverarbeitung kann diese Datenflut nicht mehr ausgewertet werden. Es bedarf einer speziellen Big-Data-Analyse, basierend auf Algorithmen und intelligenten Mustererkennungstechnologien. s. auch "Data Mining". " name="Big Data">Big Data große Datensätze auswerten. Sie können z.B. in der medizinischen Forschung Risikofaktoren für Krankheiten identifizieren oder komplexe Interaktionen zwischen Proteinen in Medikamenten aufdecken. Auf der Grundlage umfangreicher Datenanalysen treffen sie dann fundierte Entscheidungen. So ermöglicht es Big Data, bei der Erforschung neuer Technologien effizienter zu arbeiten, bessere Produkte zu entwickeln und wettbewerbsfähig zu bleiben. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen müssen sich mit dieser Methodik auseinandersetzen, um relevante Informationen herausfiltern und auswerten zu können. Digitales Katastrophen-ManagementWeltweit vernetzte digitale Plattformen helfen dabei, gut auf Katastrophen zu reagieren und ihnen vorzubeugen. Dabei kommen Künstliche Intelligenz (KI), Geografische Informationssysteme (GIS), Drohnentechnik und Big Data zum Einsatz. Satellitenbilder zeigen z.B. Brände, Überschwemmungen oder Erdrutsche, bewerten die Situation und geben mögliche Entwicklungsszenarien. Dadurch können Fachkräfte die Lage schnell und umfänglich einschätzen und über Gegenmaßnahmen entscheiden. Wissenschaftler bzw. Wissenschaftlerinnen, Entscheidungsträger bzw. -trägerinnen und Beschäftigte im Katastrophenschutz beschäftigen sich eingehend mit den technologischen Neuerungen und ihrer Anwendbarkeit.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Ozeanografen und Ozeanografinnen erforschen und beschreiben physikalische Abläufe im Meer. Sie analysieren das Meerwasser, beobachten Strömungen und Regelmäßige Bewegungen der Meere (Ebbe/Niedrigwasser oder Flut/Hochwasser); ausgelöst durch die Kräfte von Mond und Sonne; Vorausberechnungen in sog. Gezeitentafeln ermöglichen eine zeitliche Einschätzung von Ebbe bzw. Flut " name="Gezeiten">Gezeiten, untersuchen den Meeresgrund und analysieren die gegenseitige Beeinflussung ozeanischer und atmosphärischer Faktoren. Ihre Ergebnisse sind z.B. von Bedeutung für den Umwelt- und Katastrophenschutz, die Rohstoff- und Energiegewinnung, die Schifffahrt und die Fischerei. Forschung und LehreForschungsgebiet der Ozeanografie ist das Meer als Lebensraum für Tier- und Pflanzenwelt sowie als Schifffahrtsweg, Nahrungs- und Rohstoffquelle und Teil des Klimasystems. Bei internationalen Forschungsprogrammen wie zum Beispiel dem WOCE (World Ocean Circulation Experiment) zur Untersuchung der globalen Ozeanzirkulation arbeiten Ozeanografen und Ozeanografinnen mit Forschern aus vielen Ländern zusammen. An Staatliche und staatlich anerkannte Bildungseinrichtung des tertiären Bereichs; dazu zählen forschungsorientierte Universitäten und gleichgestellte Hochschulen, z.B. Kirchliche und Philosophisch-Theologische Hochschulen; sie alle haben das Promotionsrecht; außerdem gibt es praxis- und anwendungsorientierte Fachhochschulen bzw. Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie Duale Hochschulen " name="Hochschule (HS)">Hochschulen wird Grundlagenforschung betrieben. Mitunter kooperieren Hochschulen auch mit Forschungsinstituten. Dabei können die Forschungsteams interdisziplinär zusammengesetzt sein. Sie befassen sich z.B. mit den regionalen Effekten globaler Veränderungen durch Erderwärmung, Umweltverschmutzung oder Ressourcenausbeutung, u.a. mit dem Ziel, die Frühwarnung vor Katastrophen wie auch das Umweltmanagement zu verbessern. Sind sie in der Hochschullehre tätig, konzipieren Ozeanografen und Ozeanografinnen Vorlesungen und bereiten Seminare, Exkursionen oder Praktika vor und erarbeiten Lehrmaterialien. Ferner haben sie Studien- und Prüfungsarbeiten zu entwerfen, durchzuführen und zu korrigieren. Sie werben Gelder für Forschungsprojekte bei staatlichen Institutionen und der Industrie ein, führen die Projekte durch und veröffentlichen die Ergebnisse. Auf Tagungen und Kongressen referieren sie über ihre Erkenntnisse. Für eigenständige wissenschaftliche Tätigke

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Allgemeine AufgabenErscheinungsformen und physikalische Abläufe im Meer erforschen und beschreiben, physikalische Gesetzmäßigkeiten im Hinblick auf eine Vorhersage zukünftiger Abläufe erkennen

Wechselwirkungen zwischen atmosphärischen und ozeanografischen Strömungen sowie klimatologischen Gegebenheiten untersuchen

Daten für Warndienste und für die Herausgabe periodisch erscheinender Vorhersagen aufbereiten und auswerten

Forschung und LehreForschungsprojekte planen und konzipieren, Forschungsaufträge akquirieren, Forschungsmittel einwerben

Belastung der Meere durch Schadstoffe erforschen und Methoden zur Schadstoffbeseitigung entwickeln (z.B. bei Ölteppichen)

Studien- und Prüfungsarbeiten vorbereiten, durchführen und korrigieren; Abschlussarbeiten betreuen

Messwerte und -daten erhebenMessketten mit selbst registrierenden Messgeräten verankern

Fernmessungen und Fernerkundungen mithilfe von Flugzeugen bzw. Satelliten durchführen

spezielle Messinstrumente (weiter)entwickeln

Daten auswerten und aufbereiten Daten unter Anwendung statistischer Verfahren sowie physikalischer und mathematischer Methoden aufbereiten und auswerten

Routenberatung für die Schifffahrt hinsichtlich Eisbedeckung des Meeres, Sturmfluten, Strömungen, Unwettern durchführen

Modellstudien durchführenzur Untersuchung einzelner Phänomene und ihrer Auswirkungen auf den Gesamtablauf Simulationen durchführen

mathematisch-physikalische und technische Details des Programmaufbaus optimieren

physikalische Zusammenhänge zwischen Rechnerergebnissen und Eingangsdaten herstellen