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2026-08-14 18:17:52 +02:00

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Berufsbild (Deutschland) — Augenoptiker/in

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit — Beruf-ID 2634, KldB 2010: B 82522 · via öffentliche BERUFENET-API, abgerufen 2026-07-12. Automatisches Label-Matching (Score 1.00); Inhalte paraphrasiert/gekürzt, Volltext beim Original: https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/2634

Steckbrief

Berufstyp Anerkannter Ausbildungsberuf Ausbildungsart Duale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer 3 Jahre Lernorte Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung) Was macht man in diesem Beruf?Augenoptiker/innen unterstützen ihre Kunden bei der Wahl von Brillen, die in modischer wie in augenoptischer Hinsicht zu ihnen passen. Auf Wunsch führen sie zunächst Sehtests durch. Bei der Auswahl der Gläser informieren sie über die Materialien, z.B. Glas oder Kunststoff sowie über Veredelungsmöglichkeiten wie Tönungen, Beschichtungen oder Blaulichtfilter. Hat sich die Kundin oder der Kunde für ein Modell entschieden, messen Augenoptiker/innen Augen- sowie Scheitelabstände und vermerken sie im Auftrag. In der Werkstatt richten sie Gläser nach ihrem Mittelpunkt aus (Zentrierung), schleifen sie und setzen sie präzise in die Fassungen ein. Die fertigen Brillen passen sie ihren Kunden an, z.B. indem sie die Bügel erwärmen und biegen. Sie informieren über die Pflege von Brillen und erklären Ungeübten den Umgang mit Kontaktlinsen. Neben Sehhilfen und Zubehör wie Reinigungsflüssigkeiten oder Brillenetuis verkaufen sie ggf. auch optische Geräte, z.B.

Die Ausbildung im Überblick

Augenoptiker/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk.

Entwicklung der Ausbildung

1934:Erstmals Eintrag im Verzeichnis der Gewerbe, die als Handwerk betrieben werden können 1997:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Beruf Augenoptiker/in tritt in Kraft Staatliche Anerkennung des Berufs 2011:Modernisierung der Ausbildungsordnung Betonung der Bereiche Kundenberatung und Bedarfsanalyse während der Ausbildung 2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren. 2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des Vermittlung von Ausbildungsinhalten ohne gleichzeitige Anwesenheit der Auszubildenden und der Ausbildenden; dazu werden digitale Informationstechniken sowie Lern- und Kommunikationsmittel genutzt; im Berufsbildungsgesetz (BBiG) bzw. in der Handwerksordnung (HWO) gesetzlich festgehalten " name="Digitales mobiles Ausbilden">digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.

Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.: Verschiedene europäische Länder Auslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" Dauer: mindestens 3 Wochen Zugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Betriebsassistent/in im Handwerk" richtet sich an Auszubildende mit Mittlerer Bildungsabschluss, der an allgemeinbildenden Schulen im Sekundarbereich I am Ende der 10. Jahrgangsstufe sowie im Sekundarbereich II an Berufsaufbauschulen erworben werden kann; Voraussetzung für den Eintritt in die Fachoberschule " name="Fachoberschulreife">Fachoberschul- oder Schulabschluss und Zugangsberechtigung zum Studium an Hochschulen oder Berufsakademien, kann bspw. an Gymnasien, Oberschulen oder nachträglich z.B. an Abendschulen erworben werden; Allgemeine Hochschulreife (auch: Abitur) berechtigt zum Studium aller Fächer an allen Hochschulen; Fachgebundene Hochschulreife (auch: Fachabitur) berechtigt zum Studium von Fächern, auf die der Schulabschluss inhaltlich vorbereitet hat " name="Hochschulreife">Hochschulreife. Die Auszubildenden erwerben parallel zur handwerklichen Ausbildung kaufmännische Kenntnisse. Sie besuchen zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. in Rechnungswesen oder Wirtschaftslehre. Zudem legen sie die Prüfung zum Fachmann bzw. zur Fachfrau für kaufmännische Betriebsführung (HwO) ab und weisen den erfolgreichen Besuch des Fremdsprachenunterrichts nach. Die zuständige Handwerkskammer erteilt weitere Informationen, z.B.: HWK Düsseldorf Betriebsassistent/in im Handwerk

Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem auch: Realschulabschluss, Mittlerer Schulabschluss (an der Mittelschule), Mittlere Reife, Fachoberschulreife, Sekundarabschluss I - Realschulabschluss, Qualifizierter Sekundarabschluss I, Mittlerer Abschluss Schulabschluss, der mit Abschluss der 10. Klasse z.B. an einer Realschule (plus), Sekundarschule oder Regelschule erworben wird (die Regelungen zum Erwerb können sich je nach Bundesland untetscheiden); berechtigt zum Besuch weiterführender allgemeinbildender oder beruflicher Schulen; ein nachträglicher Erwerb ist an der Abendschule möglich " name="Mittlerer Bildungsabschluss">mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.: Europaassistent/in

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:wie man Brillengläser manuell und maschinell bearbeitet und in Vollrandbrillenfassungen einsetzt

wie man Schäden an Brillen beurteilt, den Reparaturaufwand und die Kosten für die Reparatur ermittelt

wie man im Verkaufsgespräch die Kundenwünsche ermittelt

wie Brillenfassungen nach Lehre von Aufbau und Struktur des menschlichen beziehungsweise tierischen Körpers " name="Anatomie">anatomischen Gegebenheiten bearbeitet und angepasst werden

wie man Brillengläser rillt, bohrt, feilt, fräst, poliert und in randlose Brillen montiert

wie man Kontaktlinsen nach Werkstoffeigenschaften unterscheidet und Auswirkungen der Kontaktlinsenkorrektur beurteilt

wie man den Korrektionsbedarf unter Berücksichtigung von Visus (Sehschärfe), Anatomie und Lehre von den normalen (nicht krankhaften) Lebensvorgängen und Funktionen von Lebewesen und Organismen " name="Physiologie">Physiologie, insbesondere bei Myopie (Kurzsichtigkeit), Hyperopie (Weitsichtigkeit), Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) und Presbyopie (Altersweitsichtigkeit) analysiert

wie man die Zentrierung von Brillen kontrolliert

wie man Kundenreklamationen entgegennimmt und bearbeitet

wie man Kostenermittlung, Berechnung Kaufmännisch-betriebswirtschaftlich: Teilgebiet der Kostenrechnung " name="Kalkulation">Kalkulationen nach Vorgaben durchführt

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt. In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Sehtestergebnisse erklären, Kunden mit Sondergläsern und Schutzbrillen versorgen)

in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsbildende Schule; ergänzen die Ausbildungen im Betrieb um allgemeine und fachliche Lehrinhalte; Berufsschulpflichtige bzw. -berechtigte befinden sich in der beruflichen Erstausbildung oder stehen in einem Arbeitsverhältnis; Unterricht in Teilzeitform oder als Blockunterricht möglich; bei Berufsausbildungen, die in Grund- und Fachstufe gegliedert sind, kann die Grundstufe als Berufsgrundbildungsjahr mit ganzjährigem Vollzeitunterricht (schulische Form) oder im dualen System in kooperativer Form geführt werden " name="Berufsschule">Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt. Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan1. - 18. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen: Brillengläser bearbeiten und einfassen

Werkzeuge und Maschinen pflegen

Brillen modifizieren und instand setzen

Brillengläser, Kontaktlinsen und vergrößernde Sehhilfen nach optischen Eigenschaften und Wirkungen beurteilen

Kunden beraten und Dienstleistungen anbieten

Brillen optisch und anatomisch anpassen

Sehhilfen abgeben

Waren verkaufen

  1. und 2. Ausbildungsjahr:Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:
  2. Ausbildungsjahr: Den Betrieb und das Berufsbild präsentieren

Einstärken-Brillengläser kontrollieren und einarbeiten

Sehtestergebnisse erklären

Zusatzprodukte und Kontaktlinsenpflegemittel anbieten und verkaufen

  1. Ausbildungsjahr: Brillen instand setzen oder modifizieren

Kunden mit Sonnenschutzbrillen versorgen

Kurz- oder Weitsichtigkeit des Auges; wird in Dioptrien gemessen und gibt an, wie stark Brillenglas gewölbt sein muss; Minus-Gläser verkleinern, Plus-Gläser vergrößern das Gesehene " name="Sphärische Fehlsichtigkeit">Sphärisch fehlsichtige Kunden beraten und versorgen

auch: Hornhautverkrümmung, Stabsichtigkeit Medizin: Fehlsichtigkeit des Auges durch eine ungleichmäßige Krümmung der Hornhaut " name="Astigmatismus">Astigmatisch fehlsichtige Kunden beraten und versorgen

Teil 1 der Gesellenprüfung vor Ende des 2. Ausbildungsjahres 19. - 36. Ausbildungsmonat:Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen: Vertiefung und Erweiterung der Kenntnisse aus den ersten 18 Ausbildungsmonaten

Korrektionsbedarf ermitteln

Rechnungswesen und Kostenermittlung, Berechnung Kaufmännisch-betriebswirtschaftlich: Teilgebiet der Kostenrechnung " name="Kalkulation">