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Berufsbild (Deutschland) — Product-Lifecycle-Manager/in
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit — Beruf-ID 135716, KldB 2010: B 27304 · via öffentliche BERUFENET-API, abgerufen 2026-07-12. Automatisches Label-Matching (Score 0.67); Inhalte paraphrasiert/gekürzt, Volltext beim Original: https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/135716
Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Product-Lifecycle-Manager und -Managerinnen verwalten und steuern alle Daten und Prozesse eines Produkts über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg. Mithilfe von speziellen Softwaresystemen koordinieren sie den Informationsfluss in den Phasen Entwurf und Konstruktion, Produktion sowie Wartung und Recycling. So können Informationen allen Beteiligten zur Verfügung gestellt werden. Ziel ist u.a., die Kommunikation im Team zu verbessern oder schnellere Freigabe von Warenrücksendungen zu ermöglichen. Product-Lifecycle-Manager und -Managerinnen schaffen für Unternehmen so einen günstigeren, schnelleren und qualitativ hochwertigeren Produktionsprozess und senken den Aufwand von Nacharbeiten.
Tätigkeitsbezeichnungen
Product-Lifecycle-Manager/in
Auch übliche Berufsbezeichnung/SynonymLifecycle-Manager/in
Die Tätigkeit im Überblick
Product-Lifecycle-Manager und -Managerinnen verwalten und steuern Datenflüsse zu einem Projekt von der Entwicklung über die Produktionsfreigabe bis zum Produktrecycling.
Trends
KI-gestützte Werkstoffprüfung und QualitätssicherungDer Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) gewinnt in der Werkstoffprüfung und Qualitätssicherung zunehmend an Bedeutung. KI ermöglicht eine schnelle und präzise Analyse von komplexen Datenmengen. Besonders in sicherheitskritischen Branchen wie der Luft- und Raumfahrt und dem Energiesektor ist das ein entscheidender Vorteil. Der Einsatz von KI verbessert die Genauigkeit der Messergebnisse und die Reproduzierbarkeit der Analysen. Fach- und Führungskräfte in der Wertstoffprüfung und Qualitätssicherung werden sich mit diesen Entwicklungen auseinandersetzen. Vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance)Moderne Sensortechnik, digitale Vernetzung und intelligente Datenanalysen ermöglichen im Rahmen von Industrie 4.0 eine vorausschauende Instandhaltung von Maschinen und Geräten. Sensoren messen permanent Temperatur, Druck und Feuchtigkeit und erfassen und analysieren die Daten der Maschinen und Anlagen. Sie errechnen und melden Wartungsinformationen, wie z.B. den Zeitpunkt für das Wechseln eines Verschleißteils. Das verhindert ungeplante Stillstände und reduziert Wartungskosten. Für Fach- und Führungskräfte erfordert dies ein hohes Maß an Innovations- und Weiterbildungsbereitschaft. HyperautomationHyperautomation erweitert Automatisierungsprozess, bei dem zum Teil KI-gestützte Programme menschliche Interaktionen mit Softwaresystemen nachahmen beziehungsweise übernehmen. Repetitive Aufgaben wie die Bearbeitung von Anträgen oder die Eingabe und Pflege von Daten werden so schnell und automatisiert abgearbeitet. " name="Robotic Process Automation (RPA)">Robotic Process Automation (RPA) um intelligente Automatisierungslösungen und englisch: Artificial Intelligence (AI) Teilgebiet der Informatik, das Strukturen menschlicher Intelligenz untersucht, auf Computer überträgt und Programme für intelligente Problemlösungen entwickelt, z. B. Spracherkennung " name="Künstliche Intelligenz (KI)">Künstliche Intelligenz (KI). Unternehmen analysieren, gestalten, messen, automatisieren, vereinfachen und steuern ihre Arbeitsabläufe mithilfe dieser Technologien. Sie verfolgen dabei das Ziel, Entscheidungsprozesse zunehmend durch KI zu unterstützen. Fach- und Führungskräfte prüfen in ihren Verantwortungsbereichen, wie sie Hyperautomation einsetzen können.
Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
Projektdaten über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes verwalten und Informationsfluss steuern Entwicklung von passenden Product-Lifecycle-Management (PLM) Systemen koordinieren
Produktdaten pflegen und verwalten
Interessensgruppen und Fachbereiche für Informationsaustausch festlegen
Informationsfluss während verschiedener Bearbeitungsphasen steuern, dadurch Freigabe- und Änderungsprozesse optimieren (z. B. bei Produktanpassungen oder Rücksendungen)
als Bindeglied in der Kommunikation zwischen verschiedenen Teams fungieren, externe Partner/innen in Prozesse einbinden
Produktionsprozesse im Unternehmen analysieren und verbessern Optimierungspotenzial von Prozessen im Unternehmen analysieren, Strategien der Geschäftsleitung berücksichtigen
Produkt- und Prozessdaten auswerten, mögliche Schwachstellen im Produktlebenszyklus identifizieren
Abstimmungsprozesse im Unternehmen überprüfen, z.B. in Qualitätssicherung, Einkauf, Test oder Entwicklung
Projektberichte und Präsentationen für Management und Geschäftsleitung erstellen
Arbeitsbereiche/Branchen
Product-Lifecycle-Manager und -Managerinnen finden Beschäftigung in Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche.