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2026-08-14 16:50:16 +02:00

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Berufsbild (Deutschland) — Produktionsingenieur/in

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit — Beruf-ID 59018, KldB 2010: B 27304 · via öffentliche BERUFENET-API, abgerufen 2026-07-12. Automatisches Label-Matching (Score 1.00); Inhalte paraphrasiert/gekürzt, Volltext beim Original: https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/59018

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Produktionsingenieure und Produktionsingenieurinnen verbessern stetig Produktionsprozesse und planen einzelne Fertigungsschritte und Arbeitsmethoden. Sie berechnen den Bedarf an Material und Maschinen sowie die nötigen Personal- und Arbeitskapazitäten. Häufig nutzen sie spezielle Software, z.B. Sammlung von Anwendungen, die in Unternehmen eingesetzt werden, um anfallende Aufgaben (z.B. Bestellungsabwicklung, Produktionsplanung) möglichst effizient zu erfüllen " name="Enterprise Resource Planning (ERP)">ERP-Programme oder digitale Produktionssimulationen, mit denen sie Fertigungsabläufe virtuell erproben. Sie stellen sicher, dass Arbeitskräfte, Maschinen und Produktionsmittel optimal eingesetzt und Liefertermine eingehalten werden. Produktionsingenieure und Produktionsingenieurinnen etablieren außerdem neue Produktionsverfahren, Anlagen und Maschinen. Darüber hinaus sorgen sie für die Einhaltung der Qualitätsstandards, organisieren Mitarbeiterschulungen und planen bzw. überwachen Fremdfertigungen im Ausland.

Tätigkeitsbezeichnungen

Produktionsingenieur/in

Auch übliche Berufsbezeichnung/SynonymFertigungsingenieur/in

Berufsbezeichnungen in englischer SpracheManufacturing engineer (m/f)

Production planner (m/f)

Die Tätigkeit im Überblick

Produktionsingenieure und Produktionsingenieurinnen planen, leiten, optimieren und überwachen Produktionsabläufe.

Leasing von kollaborativen Robotern (Cobots)Spezialisierte Roboter, die eng mit Menschen in Industrie und Handwerk zusammenarbeiten. Sie sind mit Sensoren und Steuerungssystemen ausgestattet, wodurch sie menschliche Aktionen erkennen und darauf reagieren können. " name="Collaborative Robots (Cobots)">Kollaborative Roboter (Cobots) unterstützen Fachkräfte in der Industrie und verbessern durch Automatisierung sowohl die Produktionsgeschwindigkeit als auch die Qualität. Ihre Anschaffung kann jedoch hohe Kosten verursachen, besonders für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Leasing-Modelle schaffen hier Abhilfe, da sie die Einstiegskosten senken und den Zugang zur Technologie erleichtern. Immer mehr Anbieter reagieren mit entsprechenden Angeboten auf das wachsende Interesse. Führungskräfte in der Industrie prüfen daher zunehmend die Optionen für Cobot-Leasing. Künstliche Intelligenz (KI) in der FertigungIn der automatisierten Fertigung sind Anlagen digital vernetzt und steuern sich teils selbst. Künstliche Intelligenz (KI) soll künftig Software- und Hardwarekomponenten in die Lage versetzen, ganze Produktionsprozesse eigenständig zu lenken - von der Inbetriebnahme bis zum Umbau großer Produktionsstätten. Fach- und Führungskräfte werden sich mit diesen Entwicklungen vertraut machen. Industrie 4.0 im MaschinenbauDie Technologien der Industrie 4.0 gehören für Industrieunternehmen zunehmend zum Alltag. Im Maschinen- und Anlagenbau zählen dazu z.B. die Vernetzung und Digitalisierung von Wertschöpfungsketten. Auch Industrieroboter und Smarte Sensoren kommen zum Einsatz. Dennoch gibt es weiterhin ungenutzte Potenziale. Nachholbedarf besteht z.B. im Hinblick auf klimafreundliche Kreislaufwirtschaft sowie widerstandsfähigere Wertschöpfungsnetzwerke. Bestehende Aus- und Weiterbildungsberufe erhalten kontinuierlich neue Inhalte, die sich Fach- und Führungskräfte aneignen müssen. Einsatz von Entwicklerboards in der FertigungEntwicklerboards wurden ursprünglich für den privaten Gebrauch entwickelt, finden jedoch immer öfters in der industriellen Fertigung Verwendung. Ingenieure bzw. Ingenieurinnen setzen sie hauptsächlich ein, um industrielle Anwendungen zu bedienen und Robotikanwendungen im Betrieb zu steuern. Die kompakten Leiterplatten mit integrierten Mikroprozessoren sind vielfältig nutzbar, einfach zu programmieren und kostengünstig in der Anschaffung. Zudem entwickeln sie sich rasch zur Konkurrenz für klassische Industriecomputer. Führungskräfte in der industriell

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?Produktionsingenieure und Produktionsingenieurinnen planen, leiten, optimieren und überwachen Produktionsabläufe. Daneben sind sie im Qualitätsmanagement, in der Arbeitsvorbereitung und der Mitarbeiterschulung tätig. ProduktionsplanungProduktionsingenieure und Produktionsingenieurinnen planen produzierende Maschinen oder ganze Fabriken oder entwickeln Fertigungsprozesse und -einrichtungen technisch weiter, z.B. im Hinblick auf vernetzte Produktionssysteme oder Anlagen der Additiven Fertigung (3-D-Druck). Dazu führen sie Kosten- und Investitionsrechnungen durch, berechnen den Materialeinsatz und simulieren Produktionsabläufe am Computer. Zum Teil entwerfen sie Produktionsserien auch mithilfe des sogenannten E-Manufacturings. Dabei werden alle relevanten Informationen für die Produktion direkt aus elektronischen Daten abgerufen. Zwischenschritte wie Maschineneinstellungen entfallen. So können auch kleine Stückzahlen kostengünstig produziert werden. Bei der Lieferung sind Produktionsingenieure und Produktionsingenieurinnen auch dafür verantwortlich, die gelieferten Maschinen vor Ort in Betrieb zu nehmen und präzise einzufahren. In den ineinandergreifenden Prozessen sind viele Parameter einzustellen, z.B. Spannungen, Geschwindigkeiten oder Druck. Die Ingenieure und Ingenieurinnen sorgen dafür, dass der Kunde von der Qualität des gefertigten Produktes und des Service überzeugt ist. Arbeitsvorbereitung und FertigungsüberwachungProduktionsingenieure und Produktionsingenieurinnen planen auch den Personaleinsatz bei der Fertigung. Sie erledigen die Arbeitsvorbereitung, gestalten Arbeitsplätze und schulen die zuständigen Mitarbeiter/innen. Zu deren weiterer Unterstützung erstellen Produktionsingenieure und Produktionsingenieurinnen Arbeitspläne und Begleitdokumentationen. Schließlich überwachen sie die Produktion, analysieren Fertigungs- und Qualitätsprobleme, achten auf die Einhaltung der Liefertermine und sorgen für eine kontinuierliche Verbesserung der Fertigungsprozesse. Bei Störungen beheben sie Fehler möglichst schnell, um Produktionsausfälle zu vermeiden.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

Produktion und Fertigung Produktionsprozesse planen, steuern, überwachen und optimieren

digitale Simulationen durchführen und Produktionssoftware anpassen

Material-, Maschinen- und Personaleinsatz kalkulieren und koordinieren

Produktionsprozesse kontinuierlich verbessern, z.B. durch vernetzte Systeme (Spezialisierte Roboter, die eng mit Menschen in Industrie und Handwerk zusammenarbeiten. Sie sind mit Sensoren und Steuerungssystemen ausgestattet, wodurch sie menschliche Aktionen erkennen und darauf reagieren können. " name="Collaborative Robots (Cobots)">Cobots) oder Additive Fertigung (Auch: Additive Fertigung, Rapid Prototyping. Herstellungsverfahren, bei dem durch das schichtweise Ablagern von Material ein Objekt aufgebaut wird. Es kommt vor allem bei der Herstellung von Prototypen und Modellen oder Werkstücken mit geringer Stückzahl zum Einsatz. Die Vorlage wird meist mit CAD-Software angefertigt. " name="3-D-Druck">3-D-Druck)

Management, Schulung, BeratungQualitätsstandards definieren, umsetzen und kontrollieren

Mitarbeiterschulungen planen und durchführen

Kunden und Kundinnen zu Produktionsmöglichkeiten beraten

Wissenschaft und Lehrean Forschungsprojekten mitarbeiten und Berichte verfassen

Lehrveranstaltungen vorbereiten, durchführen und ggf. Prüfungen abnehmen