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2026-08-15 14:05:53 +02:00

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Berufsbild (Deutschland) — Orthopädietechnik-Mechaniker/in

Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit — Beruf-ID 122351, KldB 2010: B 82512 · via öffentliche BERUFENET-API, abgerufen 2026-07-12. Automatisches Label-Matching (Score 1.00); Inhalte paraphrasiert/gekürzt, Volltext beim Original: https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/122351

Steckbrief

Berufstyp Anerkannter Ausbildungsberuf Ausbildungsart Duale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung) Ausbildungsdauer 3 Jahre Lernorte Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung) Was macht man in diesem Beruf?Orthopädietechnik-Mechaniker/innen stellen die verschiedensten orthopädietechnischen Hilfsmittel her und passen sie den Bedürfnissen der Patienten an. Je nach Schwerpunkt fertigen sie vor allem künstliche Gliedmaßen (Prothesen), Konstruktionen zur Unterstützung von Rumpf, Armen und Beinen (Orthesen) sowie spezielle Bandagen oder Erzeugnisse der Rehatechnik wie Rollstühle oder Krankenbetten an. Sie beurteilen die Krankheitsbilder und beraten Patienten bei der Wahl des passenden Hilfsmittels, nehmen Maß, erstellen Konstruktionszeichnungen und Modelle. Dabei verarbeiten sie Materialien wie Metall, Kunststoff, Holz, Gießharze oder Textilien maschinell und von Hand. Schließlich justieren sie die orthopädischen Hilfsmittel und erklären den Patienten die Bedienung oder Handhabung. Wo arbeitet man?Beschäftigungsbetriebe:Orthopädietechnik-Mechaniker/innen finden Beschäftigung in Betrieben des Orthopädietechniker-Handwerks

bei Herstellern orthopädietech

Die Ausbildung im Überblick

Orthopädietechnik-Mechaniker/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Handwerk.

Abschluss-/Berufsbezeichnungen

AbschlussbezeichnungOrthopädietechnik-Mechaniker/Orthopädietechnik-Mechanikerin

Entwicklung der Ausbildung

1934:Erstmals Eintrag des Berufs Orthopädiemechaniker/in im Verzeichnis der Gewerbe, die als Handwerk betrieben werden können 1938/39:Anerkennung eines industriellen Berufs Orthopädiemechaniker/in 1969:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Handwerksberuf Orthopädiemechaniker/in tritt in Kraft 1972:Aufhebung der industriellen Ausbildung 1996:Ausbildungsordnung nach dem Berufsbildungsgesetz für den Ausbildungsberuf Orthopädiemechaniker/in und Bandagist/in tritt in Kraft (Zusammenfassung der Vorläuferberufe Orthopädiemechaniker/in und Bandagist/in) 2013:Ausbildungsordnung für den Beruf Orthopädietechnik-Mechaniker/in tritt in Kraft Ausbildung in drei Schwerpunkten (Individuelle Orthetik, Individuelle Rehabilitationstechnik, Prothetik) Aufhebung des Vorläuferberufs Orthopädiemechaniker und Bandagist/Orthopädiemechanikerin und Bandagistin 2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung einer Mindestausbildungsvergütung; Erweiterung der Möglichkeit, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren. 2024:Inkrafttreten des Berufsbildungsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetzes mit Anpassungen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. gesetzliche Verankerung der Möglichkeit des Vermittlung von Ausbildungsinhalten ohne gleichzeitige Anwesenheit der Auszubildenden und der Ausbildenden; dazu werden digitale Informationstechniken sowie Lern- und Kommunikationsmittel genutzt; im Berufsbildungsgesetz (BBiG) bzw. in der Handwerksordnung (HWO) gesetzlich festgehalten " name="Digitales mobiles Ausbilden">digitalen mobilen Ausbildens; Einführung eines Feststellungs- und Bescheinigungsverfahrens (Berufsvalidierung) der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs unabhängig von einem formalen Berufsausbildungsabschluss.

Ausbildung im Ausland

Auszubildende können Teile der Ausbildung im Ausland absolvieren, z.B.: Verschiedene europäische Länder Auslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" Dauer: mindestens 3 Wochen Zugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation Europaassistent/in

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation "Betriebsassistent/in im Handwerk" richtet sich an Auszubildende mit Mittlerer Bildungsabschluss, der an allgemeinbildenden Schulen im Sekundarbereich I am Ende der 10. Jahrgangsstufe sowie im Sekundarbereich II an Berufsaufbauschulen erworben werden kann; Voraussetzung für den Eintritt in die Fachoberschule " name="Fachoberschulreife">Fachoberschul- oder Schulabschluss und Zugangsberechtigung zum Studium an Hochschulen oder Berufsakademien, kann bspw. an Gymnasien, Oberschulen oder nachträglich z.B. an Abendschulen erworben werden; Allgemeine Hochschulreife (auch: Abitur) berechtigt zum Studium aller Fächer an allen Hochschulen; Fachgebundene Hochschulreife (auch: Fachabitur) berechtigt zum Studium von Fächern, auf die der Schulabschluss inhaltlich vorbereitet hat " name="Hochschulreife">Hochschulreife. Die Auszubildenden erwerben parallel zur handwerklichen Ausbildung kaufmännische Kenntnisse. Sie besuchen zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. in Rechnungswesen oder Wirtschaftslehre. Zudem legen sie die Prüfung zum Fachmann bzw. zur Fachfrau für kaufmännische Betriebsführung (HwO) ab und weisen den erfolgreichen Besuch des Fremdsprachenunterrichts nach. Die zuständige Handwerkskammer erteilt weitere Informationen, z.B.: HWK Düsseldorf Betriebsassistent/in im Handwerk

Die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in" richtet sich an Auszubildende mit mindestens einem auch: Realschulabschluss, Mittlerer Schulabschluss (an der Mittelschule), Mittlere Reife, Fachoberschulreife, Sekundarabschluss I - Realschulabschluss, Qualifizierter Sekundarabschluss I, Mittlerer Abschluss Schulabschluss, der mit Abschluss der 10. Klasse z.B. an einer Realschule (plus), Sekundarschule oder Regelschule erworben wird (die Regelungen zum Erwerb können sich je nach Bundesland untetscheiden); berechtigt zum Besuch weiterführender allgemeinbildender oder beruflicher Schulen; ein nachträglicher Erwerb ist an der Abendschule möglich " name="Mittlerer Bildungsabschluss">mittleren Bildungsabschluss. Sie erweitert die Erstausbildung um interkulturelle Kompetenzen und bietet den Auszubildenden die Möglichkeit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Dazu besuchen die Auszubildenden zusätzlichen Berufsschulunterricht, z.B. im Europäischen Waren- und Wirtschaftsrecht, und absolvieren ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Die zuständige Kammer erteilt weitere Informationen, z.B.: Europaassistent/in

Spezialisierung während der Ausbildung

Die Ausbildung erfolgt in einem der Schwerpunkte Individuelle Orthetik

Individuelle Rehabilitationstechnik

Prothetik