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Berufsbild (Deutschland) — Stadt- und Regionalplaner/in
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit — Beruf-ID 59411, KldB 2010: B 31124 · via öffentliche BERUFENET-API, abgerufen 2026-07-12. Automatisches Label-Matching (Score 1.00); Inhalte paraphrasiert/gekürzt, Volltext beim Original: https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/59411
Aufgaben und Tätigkeiten kompakt
Stadt- und Regionalplaner und Stadt- und Regionalplanerinnen begleiten Entwicklungsprozesse von Städten, Gemeinden und ländlichen Räumen. Dabei tauschen sie sich bspw. mit Fachleuten aus Architektur, Landschafts- und Umweltplanung und Verkehrsplanung aus und berücksichtigen u.a. Aspekte des Klima-, Umwelt- und Naturschutzes. Sie analysieren die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Bedingungen und entwickeln gemeinsam mit den Behörden, der Politik und der Bürgerschaft Konzepte für eine nachhaltige Stadt- und Ortsentwicklung. Sie stellen bspw. Flächennutzungs- und Bebauungspläne entsprechend dem Baugesetzbuch auf oder planen neue Siedlungsgebiete mit den zugehörigen Verkehrswegen. Sie liefern zudem Beiträge für die öffentliche Diskussion, entwickeln Beteiligungsverfahren und setzen diese um, informieren und beraten zu Fragen der Stadtentwicklung und treten als Gutachter und Gutachterinnen oder Sachverständige auf.
Tätigkeitsbezeichnungen
Stadt- und Regionalplaner/in
Auch übliche Berufsbezeichnungen/SynonymeIngenieur/in - Stadt- und Regionalplanung
Stadtplaner
Berufsbezeichnungen in englischer SpracheTown planner (m/f)
Urban and regional planner (m/f)
Urban planner (m/f)
Berufsbezeichnungen in französischer SpracheIngénieur territorial/Ingénieure territoriale
Planificateur/Planificatrice urbain et regional
Urbaniste (m/f)
Die Tätigkeit im Überblick
Stadt- und Regionalplaner und Stadt- und Regionalplanerinnen erarbeiten Entwürfe für eine umweltgerechte, soziale und wirtschaftliche Orts-, Stadt- und Raumentwicklung. Außerdem begleiten sie die Durchführung von städtebaulichen Projekten oder Stadtentwicklungsmaßnahmen.
Trends
Urban Mining - Der städtische Raum als RohstoffquelleStädte besitzen einen enormen Reichtum an Materialbeständen. In Anbetracht der steigenden Ressourcenknappheit ist das für künftige Generationen von großem Wert. Urban Mining begreift den städtischen Raum als großes Materiallager. Ziel ist es, aus langlebigen Produkten, Gebäuden und Infrastrukturen Sekundärrohstoffe zu gewinnen. Urban Mining ist eine langfristige Strategie und will wichtige Stoffkreisläufe etablieren. Bereits verwertete Stoffe, z.B. verbauter Beton in alten Gebäuden, sollen eine neue Verwendung finden und recycelt werden. Besonders Fach- und Führungskräfte der Baubranche werden sich aufgrund der Wissenschaft von den Beziehungen der Lebewesen zu ihrer belebten und unbelebten Umwelt; wird häufig auch in Zusammenhang mit Umweltschutz bzw. einem nachhaltigen Wirtschaften (Ökologische Marktwirtschaft) verwendet " name="Ökologie">ökologischen und ökonomischen Vorteile mit dieser Thematik auseinandersetzen. Neues Europäisches Bauhaus und RenovierungswelleDie Europäische Kommission hat im September 2020 das "neue Europäische Bauhaus" ins Leben gerufen. Dieses entwickelt neue, nachhaltige und klimaneutrale Bauweisen und Designformen. Technologien wie englisch: Artificial Intelligence (AI) Teilgebiet der Informatik, das Strukturen menschlicher Intelligenz untersucht, auf Computer überträgt und Programme für intelligente Problemlösungen entwickelt, z. B. Spracherkennung " name="Künstliche Intelligenz (KI)">Künstliche Intelligenz (KI) und Mit "Big Data" bezeichnet man große Mengen strukturierter oder unstrukturierter Daten, deren Umfang zudem schnell wächst beziehungsweise die sehr rasch ausgetauscht werden. Die Daten können in unterschiedlichsten Formaten, etwa als Text-, Bild- oder Videodateien vorliegen. Es können zum Beispiel Produktions- und Transportdaten von Unternehmen sein, Daten aus Finanztransaktionen oder zum Online-Suchverhalten. Mit manuellen und herkömmlichen Methoden der Datenverarbeitung kann diese Datenflut nicht mehr ausgewertet werden. Es bedarf einer speziellen Big-Data-Analyse, basierend auf Algorithmen und intelligenten Mustererkennungstechnologien. s. auch "Data Mining". " name="Big Data">Big Data steigern die Ressourceneffizienz. Ziel ist eine Verbesserung der Lebensqualität und der Systemwandel hin zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Auch der vorhandene Gebäudebestand soll klimaneutraler und energieeffizienter gestaltet werden. Die EU will hierfür die Renovierungsqu
Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)
Worum geht es?Stadt- und Regionalplaner/innen erarbeiten Entwürfe für eine umweltgerechte, soziale und wirtschaftliche Orts-, Stadt- und Raumentwicklung. Außerdem begleiten sie die Durchführung von städtebaulichen Projekten oder Stadtentwicklungsmaßnahmen. Von der Analyse bis zum EntwurfOb beim Umbau bestehender Quartiere oder der Erweiterung von Siedlungen: Stadt- und Regionalplaner/innen begleiten Konzeptions- und Entwicklungsprozesse von Anfang an. Sie analysieren die räumlichen, aber auch die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen der sich ständig ändernden Lebensumwelt und arbeiten die für künftige Entscheidungen relevanten Grundlagen, Ziele und Interessen heraus. Die Bestandsaufnahme erfasst den Ist-Zustand - etwa die bereits vorhandene Bebauung und Nutzung, Verkehrs-, Ver- und Entsorgungsanlagen, Bevölkerungs- oder gewerbliche Struktur - und mündet in eine zeichnerische und grafische Darstellung. Daran schließen sich die Planungsphasen an, in denen z.B. der Entwurf des Flächennutzungsplans einer Gemeinde erarbeitet wird oder städtebauliche Entwürfe für den Umbau oder die Erweiterung von Siedlungsgebieten entwickelt werden. Dabei gilt es, soziale und ökonomische Aspekte ebenso wie Klimaanpassung, Umwelt- und Naturschutz zu berücksichtigen. PlanungsaufgabenStadt- und Regionalplaner/innen erarbeiten z.B. die Flächennutzungsplanung für Ortsteile, Stadtviertel oder größere Bezirke sowie die Bebauungsplanung z.B. für die Nachnutzung von innerstädtischen Brachflächen oder Siedlungserweiterungen. Dabei kommen häufig Kurz: GIS. Informationssysteme, mit deren Hilfe Geodaten erfasst, analysiert, verwaltet und zum Beispiel als kartografische Visualisierung ausgegeben werden können. Je nach Anwendungsbereich sind sie mit unterschiedlichen Funktionen (etwa zur Analyse von Verkehrs- oder Leitungsnetzen) ausgestattet. Teilweise werden sie durch Simulationsmöglichkeiten erweitert. " name="Geoinformationssysteme">Geoinformations- sowie Technologie für Planung, Entwurf, Konstruktion o.ä.; Erstellung technischer Zeichnungen und Modelle verschiedener Erzeugnisse in 2D oder 3D, z. B. im Bauwesen, im Maschinenbau, in der Elektrotechnik " name="Computer Aided Design (CAD)">CAD-Systeme zum Einsatz. Im Flächennutzungsplan wird die beabsichtigte Art der Flächennutzung für eine ganze Gemeinde dargestellt, z.B. Flächen für Wohn- und Gewerbegebiete, Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser, Verkehrs- oder Grünflächen. Über Bebauungspläne werden diese dann für einz
Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen
AnalyseDaten zur gesellschaftlichen Struktur sowie zu wirtschaftlichen und ökologischen Bedingungen in einem Gebiet sammeln
Struktur- und Standortanalysen erarbeiten
Stadt- und RegionalentwicklungGrundsatzentscheidungen in den jeweiligen Bereichen vorbereiten, z.B. für die kommunale und regionale Entwicklungsplanung
Stadt- bzw. Gemeindeentwicklungspläne aufstellen und fortschreiben
Struktur- und Rahmenpläne entwickeln
städtebauliche Gestaltungspläne erarbeiten
Programme, Pläne und Projekte über planungsrechtliche Instrumente, Förder- und Finanzierungsmaßnahmen, Liegenschaftspolitik und Bodenverkehrsgenehmigungsverfahren umsetzen
Konzepte für ein Stadt- bzw. Regionalmarketing, für eine Leitbildentwicklung sowie Konzepte und Programme für die Regionalentwicklung und den Aufbau nachhaltiger Wirtschaftsstrukturen erarbeiten
Vorlagen für politische Entscheidungsgremien wie Stadtparlament, Bauausschuss, Planungsausschuss ausarbeiten
Projekte im internen Bereich und im Rahmen der Bürgerbeteiligung vorstellen
Planung und BegleitungBebauungs-, Modernisierungs-, Sanierungs-, Umnutzungsprojekte und -maßnahmen entwickeln, initiieren und koordinieren, u.a. auch Konzepte zur Quartiersentwicklung, zu Smart- und Green City erstellen
bei Fachplanungen mitwirken, bspw. in der Verkehrs- und Landschaftsplanung
Flächennutzungen planen, z.B. für Wohnen, Industrie und Gewerbe, Grün- und Freiflächen; zulässige Baudichte und -weise festsetzen
planmäßiges Erschließen der Flächennutzungen mit Verkehrs- und Versorgungssystemen oder öffentlichen Einrichtungen (z.B. Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser)
im Rahmen der Bauleitplanung Flächennutzungs- und Bebauungspläne ausarbeiten
ggf. digitale Prozesse einführen, z.B. Kurz: GIS. Informationssysteme, mit deren Hilfe Geodaten erfasst, analysiert, verwaltet und zum Beispiel als kartografische Visualisierung ausgegeben werden können. Je nach Anwendungsbereich sind sie mit unterschiedlichen Funktionen (etwa zur Analyse von Verkehrs- oder Leitungsnetzen) ausgestattet. Teilweise werden sie durch Simulationsmöglichkeiten erweitert. " name="Geoinformationssysteme">Geoinformationssysteme und KI-gestützte Prozesse für Planung und Entwurf einsetzen
städtebauliche Wettbewerbe vorbereiten und durchführen
rechtliche Instrumentarien wie Baugesetzbuch, Raumordnungsgesetz, Bundes-Immissionsschutzgesetz oder Richtlinien für den sozialen Wohnungsbau anwenden und umsetzen
interdisziplinäre Fachteams leiten, Zusammenarbeit unterschiedl