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Berufsbild (Deutschland) — Mediator/in
Quelle: BERUFENET, Bundesagentur für Arbeit — Beruf-ID 130733, KldB 2010: B 83154 · via öffentliche BERUFENET-API, abgerufen 2026-07-12. Automatisches Label-Matching (Score 1.00); Inhalte paraphrasiert/gekürzt, Volltext beim Original: https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/130733
Steckbrief
Berufstyp Weiterbildungsberuf Weiterbildungsart Weiterbildung nach bundesweit einheitlicher Regelung Weiterbildungsdauer Unterschiedlich, 5-12 Monate (Teilzeit) - je nach Bildungsangebot und Lernform Aufgaben und TätigkeitenMediatoren und Mediatorinnen tragen dazu bei, Streitigkeiten auf freiwilliger Basis ohne Gerichtsverfahren beizulegen. Sie sind als neutrale Vermittelnde nicht am Konflikt beteiligt, vertreten die Interessen aller Beteiligten und haben das Ziel, Konflikte sowohl auf der sachlichen und als auch auf der persönlichen Ebene beizulegen. Dabei helfen sie den Konfliktparteien, Ziele festzulegen, ins Gespräch zu kommen und gemeinsam eine für alle vorteilhafte Lösung zu finden. Sie studieren die Akten, wägen die Umstände ab und geben den Beteiligten die Möglichkeit, ihre jeweilige Sicht der Sachlage darzustellen. Schließlich strukturieren und begleiten sie die Verhandlungen und erarbeiten gemeinsam mit den Beteiligten eine Lösung, die am Ende in einer rechtlich bindenden Vereinbarung niedergelegt werden kann. Mögliche Einsatzbereiche sind z.B. die Familien-, Wirtschafts-, Umwelt- oder auch Nachbarschaftsmediation. Arbeitsbereiche und -orteBeschäftigungsbetriebe:Mediatore
Die Weiterbildung im Überblick
Zertifizierter Mediator bzw. Zertifizierte Mediatorin ist eine berufliche Gesamter Bereich der beruflichen Weiterbildung (Anpassungs- und Aufstiegsweiterbildungen); schließt auch die im Berufsbildungsgesetz bzw. der Handwerksordnung als "Fortbildung" bezeichneten Aufstiegsfortbildungen ein " name="Weiterbildung">Weiterbildung. Sie ist bundesweit einheitlich geregelt. Die Weiterbildung dauert in Teilzeit ca. 5-12 Monate. Es gibt auch Bildungsangebote nach internen Regelungen.
Abschluss-/Berufsbezeichnungen
AbschlussbezeichnungZertifizierter Mediator/Zertifizierte Mediatorin
Entwicklung der Weiterbildung
2017:Inkrafttreten der Verordnung über die Aus- und Fortbildung zum/zur zertifizierten Mediator/in 2020:Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO): u.a. Einführung der Weiterbildungsabschlüsse "Geprüfte/r Berufsspezialist/in", "Bachelor Professional" und "Master Professional", um die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung zu betonen. Das Führen der Berufsbezeichnungen ist abhängig vom Erlass entsprechender neuer Fortbildungsregelungen.
Weiterbildung im Ausland
Für eine Weiterbildung im Ausland gibt es z.B. folgende Möglichkeiten: Österreich Weiterbildungsangebote: AMS - Arbeitsmarktservice Österreich - Weiterbildungsdatenbank (z.B. mit dem Suchbegriff "Mediator/in")
Schweiz Weiterbildungsangebote: wab - Die Weiterbildungsdatenbank der Schweiz (z.B. mit dem Suchbegriff "Mediator/in")
Dokumentation beruflicher AuslandserfahrungenDer Europass bietet die Möglichkeit, im Ausland absolvierte Lernaufenthalte zu dokumentieren. Weitere Informationen zum Europass
Weiterbildungsdauer
Unterschiedlich, je nach Bildungsangebot und Lernform: Teilzeit: 5-12 Monate
Weiterbildungsinhalte
Einführung und Grundlagen der Mediation, z.B. Abgrenzung der Mediation zum streitigen Verfahren
Ablauf und Rahmenbedingungen der Mediation, z.B. Besonderheiten unterschiedlicher Settings in der Mediation
Verhandlungstechniken und -kompetenz, z.B. Verhandlungsführung und Verhandlungsmanagement
Gesprächsführung, Kommunikationstechniken, z.B. Visualisierungs- und Moderationstechniken
Konfliktkompetenz, z.B. Interventionstechniken
Recht der Mediation, z.B. Mediatorvertrag, Berufsrecht, Verschwiegenheit
Recht in der Mediation, z.B. Rolle des Rechts in der Mediation
Persönliche Kompetenz, Haltung und Rollenverständnis, z.B. Rollendefinition, Rollenkonflikte